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Ereignisse 2013

Neue Bewerberrunde eröffnet

Klosterkammer fördert weiteren Stipendiaten-Jahrgang der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung

Ab sofort können sich erneut Studierende und angehende Lehrkräfte mit Migrationshintergrund auf ein "Horizonte-Stipendium" bewerben. Mit dem Horizonte-Stipendienprogramm möchte die Gemeinnützige Hertie-Stiftung engagierte künftige Lehrkräfte im Rahmen ihrer Ausbildung ideell und finanziell unterstützen und auf ihrem Weg in die Schule begleiten. Die Klosterkammer Hannover unterstützt die Förderung niedersächsischer Stipendiatinnen und Stipendiaten mit insgesamt 157.500 Euro für zwei Jahrgänge. Weitere Informationen rund um das Programm finden Interessierte unter www.horizonte.ghst.de.

Horizonte | Stipendien für angehende Lehrkräfte mit Migrationshintergrund (PDF | 665 KB)

Mittelalterliche Maltechniken enträtselt

Restauratorin der Klosterkammer veröffentlicht Ergebnisse zu Prozessionsfahnen aus dem Kloster Lüne

Sie sind mehr als 600 Jahre alt, hinter dicken Klostermauern verwahrt und gelten als äußerst bedeutende Bestände mittelalterlicher Leinwandgemälde in Deutschland: die Prozessionsfahnen aus dem Kloster Lüne. Kirsten Schröder, Diplom-Restauratorin der Klosterkammer Hannover, hat diese Fahnen mehr in akribischer Kleinarbeit die verwendeten Materialien analysiert und die Techniken erkundet, die zur Herstellung dieser Leinwandmalereien angewandt worden sind. Daraus ist nun ein Buch entstanden.

Kirsten Schröder, Diplom-Restauratorin der Klosterkammer Hannover, hat Prozessionsfahnen aus dem Kloster Lüne mehr als ein Jahr lang ausgiebig erforscht. Ihre nun zu einem Buch zusammengefassten Forschungsergebnisse belegen, dass die Herstellung der beidseitig bemalten Prozessionsfahnen aus der Tradition der Tafelmalerei hervorging - und nicht aus der so genannten Tüchleinmalerei.

"Ein Pilzbefall machte die Konservierung der Prozessionsfahnen notwendig und somit bot sich mir die einmalige Chance, ein derart umfangreiches Projekt federführend zu begleiten", sagt Kirsten Schröder. Für die Herstellung der Prozessionsfahnen haben die Künstler kostbare Materialien verwendet, beispielsweise Seide, Gold sowie wertvolle Pigmente wie Zinnober oder Azurit. Sie verfügten über ein großes maltechnisches Wissen und Können, arbeiteten mit mehrschichtigen Grundierungen, verschiedenen Blattmetallauflagen wie Gold und Zinn, und wendeten unterschiedliche Vergoldungstechniken an. "Diese Dokumentation erschließt erstmals wissenschaftlich umfassend die Vielfalt und hohe Kunst der mittelalterlichen Maltechniken auf Leinwand", sagt Joachim Frey, Leiter der Restaurierungswerkstatt der Klosterkammer Hannover und Projektinitiator. Die Prozessionsfahnen sind mittlerweile wieder zurückgekehrt und in speziell angefertigten Vitrinen im Textilmuseum des Klosters Lüne zu sehen. Ob sie dort auch angefertigt worden sind, ist bislang noch unklar. Kirsten Schröder geht aber davon aus, dass sie im Umkreis von Lüneburg entstanden sind. "Pro Jahr kommen mehr als 16.000 Besucherinnen und Besucher in unser Kloster - vom Touristen bis zum Kunsthistoriker. Die hier im evangelischen Konvent lebenden Frauen sorgen dafür, dass die Prozessionsfahnen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden", sagt Reinhild Freifrau von der Goltz, Äbtissin im Kloster Lüne. "Die Prozessionsfahnen sind Sachzeugen des Glaubens sowie der Kloster- und der Kunstgeschichte. Ich erhoffe mir, dass diese Publikation zu einem weiter ansteigenden Interesse an unseren Klöstern und Stiften beiträgt", unterstreicht Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas.

Neues Zuhause für den Mädchenchor

Klosterkammer fördert Umbau in der hannoverschen Christuskirche mit 150.000 Euro

Hinter den Mauern der denkmalgeschützten Christuskirche in Hannover entsteht ein deutschlandweit einzigartiges Chorzentrum für Kinder- und Jugendchöre. Am 10. April 2013 trafen sich die Initiatoren und Förderer zum offiziellen Baubeginn und zur Enthüllung des Baustellenschildes. Die Klosterkammer Hannover unterstützt die Umgestaltung der Christuskirche zum internationalen Chorzentrum mit 150.000 Euro. Damit erhält der Mädchenchor Hannover ein dauerhaftes Zuhause.

Die aufwändige Sanierung des Kircheninnenraums soll im Herbst 2014 beendet sein. 2,4 Millionen Euro sind für die Umbaumaßnahmen veranschlagt. Der Großteil der Summe ist dank Förderungen des Stadtkirchenverbandes Hannover, des Mädchenchores und der Nordstädter Kirchengemeinde, der Stiftung Niedersachsen, der Klosterkammer Hannover, Rut-und-Klaus-Bahlsen-Stiftung, Walter und Charlotte Hamel Stiftung und die Wilhelm Hirte Stiftung sichergestellt.

Neue Äbtissin im Kloster Wülfinghausen

Ordensschwestern setzen neue Akzente

Schwester Reinhild von Bibra steht seit April 2013 dem Kloster Wülfinghausen vor. Am 7. April wurde sie durch Landesbischof Ralf Meister beim Festgottesdienst in der Klosterkirche Wülfinghausen feierlich eingeführt. Schwester Reinhild von Bibra lebt seit 19 Jahren im Kloster Wülfinghausen. Dort leitete sie vor der Wahrnehmung ihrer neuen Pflichten das Haus der Stille.

Im Festgottesdienst wurde Schwester Adelheid Wenzelmann, Schwester Reinhilds Vorgängerin, als Äbtissin verabschiedet. Mit dem Personalwechsel an der Spitze setzen die Schwestern des Klosters neue Akzente. Aufgabe von Schwester Adelheid Wenzelmann wird es nun sein, das Profil der im März 2013 gegründeten Communität Kloster Wülfinghausen zu schärfen und die Novizinnen zu begleiten. Mit der Communitäts-Gründung sind die dort lebenden Ordensschwestern nun selbstständig. Vorher wirkten sie 19 Jahre lang im Kloster Wülfinghausen als Konvent der Communität Christusbruderschaft Selbitz, einem evangelischen Orden innerhalb der lutherischen Kirche in Bayern.

Eine weitere Neuerung ist die Besetzung der vorab von Schwester Adelheid Wenzelmann bekleideten Pastorenstelle: Nora Steen verantwortet seit Oktober 2012 als Pastorin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers die Arbeit im "Haus der Stille". Es bietet Platz für 20 Personen, die an Kursen wie beispielsweise Kloster auf Zeit oder verschiedenen Exerzitien teilnehmen möchten. Zu Nora Steens Aufgaben gehört neben der Gestaltung von Kursen, Fortbildungen, Sabbattagen und Gottesdiensten die Konzeption des Hauses der Stille zusammen mit der Communität.

Offene Türen bei "Click im Kloster"

Klosterkammer startet Fotoprojekt zum "Tag der Niedersachsen"

Freunde der Fotografie aufgepasst: Für ein einmaliges Projekt der Klosterkammer öffnen die Klöster Wienhausen bei Celle und Marienwerder in Hannover sowie das Stift Obernkirchen im Landkreis Schaumburg ihre Türen. Die drei Foto-Workshops starten im Vorfeld zum Tag der Niedersachsen. "Klick im Kloster" heißt das Foto-Projekt für lauffreudige Hobby-Knipser ab 15 Jahren. Die Leitung hat der hannoversche Fotograf und Künstler Uwe Stelter. Eine Auswahl der Bilder wird beim "Tag der Niedersachsen" auf dem Gelände des Klosters Wöltingerode nahe Goslar im Harz während des letzten August-Wochenendes zu sehen sein.

Jeweils bis zu zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Workshop werden mit Uwe Stelter eine Route von etwa 8 Kilometern zurücklegen, um sich so fotografisch diesen besonderen Orten anzunähern. Im Anschluss folgt die Besichtigung der Klosteranlagen von außen und innen. Die Wanderungen sollen sich aus möglichst sehr unterschiedlichen Teilnehmern aller Generationen zusammensetzen. Die verschiedenen Blickwinkel und Standpunkte der Fotografie-Begeisterten auf die Landschaft, die Orte und das jeweilige Kloster oder Stift stehen im Mittelpunkt bei der anschließenden Auswahl. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro für Erwachsene und 20 Euro für Schülerinnen und Schüler.

Termine:
Kloster Wienhausen: : 4. Mai 2013 / Nachbereitung 5. Mai 2013
Kloster Marienwerder: 13. Juli 2013 / Nachbereitung am 14. Juli 2013
Stift Obernkirchen: 3. August 2013 / Nachbereitung am 4. August 2013

Die Nachbereitung der Workshops findet am jeweiligen Sonntag nach dem Besuch der Klöster und des Stiftes statt.

Dauer des Workshops:
Samstags von 10 bis 17.30 Uhr, im Kloster oder Stift werden die Teilnehmer etwa 3 Stunden verbringen (von 14.30 bis 17.30 Uhr). Sonntags von 10.30 bis 17 Uhr.

Anmeldung per E-Mail an info@klosterkammer.de oder bei Nadine Süßmilch, Telefon (0511) 348-26102, oder Swetlana Laurenz, Telefon (0511) 348-26100.

Zu einem Vorbereitungstreffen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer lädt die Klosterkammer für Donnerstag, 18. April 2013, 16.30 Uhr, in die Eichstraße 4, 30161 Hannover, ein.

Klosterkammer fördert Deutschlandstipendium

Fünf Studierende der Stiftung Universität Hildesheim erhalten 300 Euro pro Monat

Fünf Studentinnen der Stiftung Universität Hildesheim sind nun um 300 Euro pro Monat reicher: Ramona Elsner, Hannah Lesser, Henrike Niedermeyer, Ricarda Suer und Katharina Thieken studieren Sozial- und Organisationspädagogik, Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften und haben sich unter anderem wegen ihres ehrenamtlichen Engagements für den Erhalt des Deutschlandstipendiums bewährt: Dieses finanziert zu gleichen Teilen die Klosterkammer Hannover und der Bund. "Wir unterstützen die Stipendiaten mit einer Gesamtsumme von 18.000 Euro", unterstreicht Anna Mohr, Referentin der Stabsstelle Stiftungsaufgaben der Klosterkammer Hannover.

Am 17. Januar 2013 übergab Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Stiftung Universität Hildesheim, innerhalb eines feierlichen Festaktes in der Domäne Marienburg die Stipendien offiziell an die Studentinnen, die seit Beginn des Wintersemesters 2012/ 2013 gefördert werden. Anschließend gab es für die Stipendiaten und Förderer die Möglichkeit, sich bei Kaffee, Kuchen und Sandwiches persönlich kennenzulernen: Anna Mohr berichtete den Studentinnen von der Arbeit und den Aufgaben der Klosterkammer. Im Gegenzug erfuhr sie viel vom Studium an der Stiftung Universität Hildesheim und den jeweiligen Studienfächern.

Das vor zwei Jahren vom Bundesbildungsministerium ins Leben gerufene Deutschlandstipendium richtet sich an besonders leistungsstarke, verantwortungsbewusste und engagierte Studierende.

Lebendige Geschichte erwünscht

Klosterkammer fördert Kulturvermittlung für Niedersächsische Landesausstellung 2014 mit
100.000 Euro

"Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837", so heißt die Ausstellung im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, die dort anlässlich der Niedersächsischen Landesausstellung 2014 vom 17. Mai bis 5. Oktober 2014 zu sehen ist. Mit 100.000 Euro fördert die Klosterkammer Hannover die Kulturvermittlung. "Wir freuen uns, dazu beitragen zu können, dieses Stück Geschichte für alle lebendiger machen zu können. Schließlich sind wir selbst ein Teil des welfischen Erbes aus der Zeit der Personalunion", unterstreicht Hans- Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover. Die Niedersächsische Landesausstellung 2014 widmet sich mit fünf Ausstellungen in Museen und Schlössern in Hannover und Celle der Personalunion der Epoche, als die Royals aus Hannover kamen.

"Die Klosterkammer Hannover gibt uns die Chance, die Attraktivität der Landesausstellung weiter zu steigern. Davon profitieren in erster Linie die Besucher", sagt Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover. Geschichte lebendig vermitteln - so heißt das Zauberwort. Für Dr. Katrin Herbst bedeutet das sowohl eine gelangweilte Schülergruppe als auch den Vorstandsvorsitzenden eines börsennotierten Unternehmens dort abzuholen, wo sie gerade stehen. "Letztlich reduziert sich alles auf die Frage ,Was hat das hier alles eigentlich mit mir zu tun?'", sagt die promovierte Kunsthistorikerin. Damit Geschichte vor den Augen von Schülern, Managern, Hausfrauen und Rentnern gleichermaßen lebendig wird, ist die Kunsthistorikerin zuständig. Seit dem 15. Januar 2013 ist sie als Mitarbeiterin des Landesmuseums Hannover für die "Royals" zuständig - dank der Klosterkammer Hannover, die ihre Stelle finanziert.

Katrin Herbst´ Aufgabe ist es, die Kulturvermittllng und Koordination für alle fünf Ausstellungsorte zu übernehmen. Vielseitige Angebote, die bei den Besuchern das Bewusstsein für die facettenreichen Beziehungen zwischen Hannover und Großbritannien wecken sollen gehören dazu, beispielsweise mit bilingual angelegten Audio-Guides für Erwachsene und Kinder. Erste Ideen reichen von "Early Bird-Führungen" über "Debating Clubs" bis hin zu "English Conversation" vor Ausstellungs-Objekten.

Im Landesmuseum Hannover stehen die Biografien der fünf Herrscher aus dem Welfengeschlecht - Georg I. bis Georg IV. sowie Wilhelm IV - im Mittelpunkt. Aus insgesamt 19 internationalen Museen, vor allem in Großbritannien und den USA, werden herausragende Exponate erwartet, etwa von der Royal Collection, der British Library und dem Britischen Museum in London. Glanzstücke aus der berühmten Kunst- und Antikensammlung des Grafen von Wallmoden, die heute unter anderem im Metropolitan Museum in New York und im Prado in Madrid bewahrt werden, werden erstmals seit 1818 wieder zusammengetragen.

An vier weiteren Ausstellungsorten koordiniert das Landesmuseum Hannover Themen rund um die Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover. Im Schloss heißt es: "Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 1837", das Historische Museum Hannover zeigt "Eine Kutsche und zwei Königreiche. Hannover und Großbritannien 1814 1837". Das Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst präsentiert "Das Haus Hannover und die Zeit der Personalunion im Spiegel der englischen Karikatur". Das Residenzmuseum Schloss Celle titelt mit: "Reif für die Insel. Das Haus Braunschweig-Lüneburg auf dem Weg nach London". Weitere Informationen unter www.Royals-aus-Hannover.de.

Tag der Niedersachsen 2013:
Kloster Wöltingerode ist dabei

Bewerbungen ab 31. Januar 2013 möglich

Erstmals in der Geschichte des "Tag der Niedersachsen" wird mit Goslar, Vienenburg sowie dem Kloster Wöltingerode ein Gastgeber-Trio das beliebte Landesfest begleiten. Die Website www.tdn-2013.de für den Tag der Niedersachsen 2013 ist nun freigeschaltet: Ab dem 31. Januar 2013 können sich Interessierte unter dem Menüpunkt "Bewerbung" anmelden. Dort ist ein Formular zu finden, mit dem logistischen Anforderungen abgefragt und gesteuert werden. Die Anmeldefrist endet am 1. März 2013.

Der "Tag der Niedersachsen" soll mit rund 6.000 Mitwirkenden in der Zeit vom 30. August bis zum 1. September 2013 ausgerichtet werden. Etwa 150.000 bis 200.000 Besucher aus ganz Niedersachsen und den angrenzenden Bundesländern werden zu diesem Ereignis erwartet. Im Kloster Wöltingerode präsentiert Hit-Radio Antenne ein Bühnenprogramm. Auch die Kirchenmeile, Umwelt- und Naturmeile sowie der Sport kommen in Wöltingerode zusammen. "Wir wollen neue Wege gehen und das Fest gemeinschaftlich zum Erfolg führen", versichert Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas.

Klosterhotel: 20 neue Zimmer auf hohem Niveau

Klosterkammer investiert 1,2 Millionen Euro für Ausbau

Mit dem Ausbau 20 neuer Hotelzimmer unterstreicht die Klosterkammer Hannover die Bedeutung des Klosterhotels in Wöltingerode: Am 31. Januar 2013 hat Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas die Zimmer an den "Hausherrn" Stefan Diekwisch, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Cellerar GmbH, und Hoteldirektor Kai Schürholt in einer Feierstunde übergeben. 900.000 Euro investierte die Klosterkammer in den Ausbau des bisher ungenutzten Flügels des Konventgebäudes. 240.000 Euro kostete die Einrichtung und weitere Ausstattung der Zimmer im 4-Sterne-Standard. Modernen Komfort in mittelalterlichem Ambiente bietet der neu eingebaute Fahrstuhl: Er bringt bis zu acht Personen in die obere Etage des Klosterhotels.

Klösterlich abgeschieden und komfortabel - so präsentiert sich das Klosterhotel Wöltingerode. Mehr als 70 Gäste waren zur offiziellen Einweihung erschienen, um die neuen Zimmer im Westflügel des Gebäudes zu besichtigen. Mit dem Neu-Ausbau erreicht das Klosterhotel eine Gesamtzahl von 57 Zimmern in drei Kategorien. Wegen der großen Nachfrage im Tagungs- und Seminarbereich war der Ausbau des Hotels dringend notwendig geworden. Weitere Schwerpunkte des Hauses liegen in der Ausrichtung von Hochzeiten und Familienfeierlichkeiten und im Kurzurlaub für Entspannungssuchende. Die neuen, überwiegend mehr als 20 Quadratmeter großen Zimmer bringen das Klosterhotel auf einen vollwertigen 4-Sterne-Standard. Historische Möblierung und Bildtapeten im französischen Stil verleihen den Zimmern ein edles Ambiente. Zwanzig Firmen, überwiegend aus der Region, waren am Ausbau der Zimmer beteiligt. Die neunmonatige Baumaßnahme wurde planmäßig Mitte Dezember 2012 abgeschlossen. Zimmer können unter Telefon (05324) 774460 oder per E-Mail unter hotel@woeltingerode.de gebucht werden.

Schüler finden Alltagshelden

Gewinner fahren zur Berlinale

Sechs Schülerinnen der IGS Langenhagen haben mit ihrem Film "Millionen Helden" den niedersächsischen Schülerfilmwettbewerb "Helden von nebenan" gewonnen. Ihr Preis: Sie dürfen zu den Internationalen Filmfestspielen nach Berlin reisen. Das entschied eine Filmjury unter der Leitung der preisgekrönten hannoverschen Filmregisseurin Franziska Stünkel. Die Kurzfilm-Preise wurden am 28. Januar 2013 während einer Gala mit mehr als 255 Schülerinnen und Schülern in den Hochhaus-Lichtspielen in Hannover vergeben. Die Klosterkammer Hannover förderte das Projekt mit 27.500 Euro.

Der Kurzfilmwettbewerb richtete sich an Jugendliche der 9. und 10. Klassen. Insgesamt 111 Filmteams aus Niedersachsen hatten sich auf die Suche nach Alltagshelden gemacht. 41 Filme standen schließlich zur Auswahl. Bereits zum fünften Mal fand der niedersächsische Schülerkurzfilmwettbewerb mit Drehbuch- und Filmworkshops statt. Zur Filmgala kamen Schüler und Schülerinnen aus allen Teilen des Landes, das Kino war vollbesetzt.
Den 1. Preis gewannen sechs Schülerinnen der IGS Langenhagen mit ihrem Film "Millionen Helden". Über den 2. Platz freuten sich die Filmemacherinnen von "Suddenly heroines" aus der Geschwister Scholl Gesamtschule Göttingen. Den 3. Preis erhielt der Film "Cleanwoman", den Schüler und Schülerinnen des Otto Hahn Gymnasiums Springe gedreht hatten. Das Lob der Jury erhielt der Dokumentarfilm "Ottos Brötchenbutze" über den Betreiber eines Schulkiosks von Schülerinnen des Otto Hahn Gymnasiums in Göttingen. Der Publikumspreis ging an den Spielfilm "Schau nicht weg" von Schülern des Gymnasiums Andreanum in Hildesheim, der für Zivilcourage wirbt.

Die Klosterkammer unterstützt das Projekt seit 2008. Präsident Hans-Christian Biallas unterstrich: "Dass Schüler und Schülerinnen aus ganz Niedersachsen an diesem Wettbewerb teilnehmen konnten, wurde durch den Zusammenschluss der zahlreichen Förderer möglich. Darüber freue ich mich sehr." Neben der Klosterkammer, die das Projekt mit 27.500 Euro förderte, unterstützten die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, die EWE-Stiftung, HELP e.V. und der Sparkassenverband Niedersachsen das Projekt.

Klosterkammer setzt auf transparente Strukturen

Kuratorium bringt künftig externen Sachverstand ein

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 berät die Klosterkammer Hannover ein Kuratorium, das aus zwölf Mitgliedern besteht und sich am heutigen Mittwoch konstituiert hat. Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder Valentin Schmidt, Präsident des Kirchenamtes der EKD a. D. Die Stellvertretung werden Jürgen Gansäuer, Landtagspräsident a.D., und Renate von Randow, Äbtissin des Klosters Wienhausen, übernehmen. Die Amtszeit des Kuratoriums beträgt drei Jahre.

„Wir wollen als moderne Behörde transparenter agieren und richtungsweisende Entscheidungen vor einem eigens dafür eingerichteten Gremium vertreten“, sagt Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer.

„Mit dem Kuratorium öffnet sich die Klosterkammer erstmals in ihrer Geschichte für ein ständiges Beratungsorgan aus externen Mitgliedern. Für das Gremium haben wir Persönlichkeiten gewonnen, die sich künftig unter anderem bei vielen Grundsatzfragen sowie Fragen der Förder- und Tätigkeitsschwerpunkten einbringen können. Dies alles ist in einem Organisationserlass des Landes verbindlich geregelt“, so Ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka aus dem die Rechtsaufsicht über die Klosterkammer führenden Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Die Kuratoriumsmitglieder geben beispielsweise Vorschläge und Empfehlungen über Zuwendungen aus dem Stiftungsvermögen der Kammer ab, die 50.000 Euro und mehr betragen. Darüber hinaus erhält das Gremium Einsicht in die genehmigten Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse der verwalteten Stiftungen.

Mit der Einrichtung des Kuratoriums unterstreicht die Klosterkammer ihren Willen, transparente Strukturen zu schaffen. „Wir wollen beweisen, dass wir offen für Ideen von außen sind und dass wir diese als Bereicherung empfinden“, sagt Hans-Christian Biallas.

Im Kuratorium beraten je ein Vertreter aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Ministerium für Finanzen sowie dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium.
Neun weitere sachkundige Mitglieder sind von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka im Einvernehmen mit dem Klosterkammer-Präsidenten berufen worden. Darunter sind Burkhard Guntau, Präsident des Landeskirchenamtes, als Vertreter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Prälat Prof. Dr. Felix Bernard als Vertreter der Katholischen Kirche in Niedersachsen und Friedrich von Lenthe als Vertreter der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft. Weitere Kuratoriumsmitglieder sind Landtagspräsident a.D. Jürgen Gansäuer, Rita Girschikofsky, Präsidentin des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes, Walter Hirche, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr a.D., Prof. Dr. Hans-Albert Lennartz, Geschäftsführer der Asse GmbH, Renate von Randow, Äbtissin des Klosters Wienhausen und Valentin Schmidt, Präsident des Kirchenamtes der EKD a. D.
Der Präsident der Klosterkammer Hannover nimmt an den Sitzungen des Kuratoriums mit beratender Stimme teil. Das Gremium, hat sich dafür ausgesprochen, 2 bis 3-mal pro Jahr zu tagen. In der konstituierenden Sitzung haben zudem auch die Abteilungs- und Stabsstellenleiter der Klosterkammer ihre Arbeit vorgestellt.

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