Startseite   |   Sitemap   |   Datenschutz   |   Impressum
Zur Startseite

Ereignisse 2016

Leibniz? Lebt!

Die Klosterkammer fördert Schülerprojekt anlässlich des 300. Todestages des Universalgelehrten mit 24.000 Euro

Am 20. Mai 2016 fiel der Startschuss des Projektes „Leibniz lebt“, das von der Klosterkammer mit 24.000 Euro gefördert worden ist: Unter anderem sind auf einer Flaniermeile, die sich vom Georgsplatz über den Maschpark und das Leineufer bis zum Georgengarten erstreckt, an 300 Bäumen „Mitdenk-Kunstwerke“ zu sehen. Schülerinnen und Schülern sechs hannoverscher Schulen haben diese kreiert.

„Eins ist das Universum und alles bin ich – in einem steckt alles“, dieses Zitat und ihr daraus geschaffenes Kunstwerk zeigte Luca Blings, Schülerin an der IGS Linden, am 20. Mai 2016 im hannoverschen Maschpark. Die 16-Jährige ist eine von 300 Schülern, die anlässlich des 300. Todestages des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz eines seiner Zitate als Initialzündung für eine künstlerische Arbeit ausgewählt hat. Jedes Werk ist an einem Baum befestigtBis zum 18. November 2016 werden diese „Mitdenk-Kunstwerke“ zu sehen sein.

Anlässlich des Projektstartes „Leibniz lebt“ betrachteten Projektinitiatorin Professorin Marion Pusch und Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas als Vertreter des größten Förderers die Kunstwerke der Kinder und Jugendlichen. „Das Leibniz-Jubiläumsjahr eignet sich in besonderer Weise dafür, den Schülerinnen und Schülern Denkansätze des Universalgelehrten nahe zu bringen. Wir fördern dieses Projekt, weil es unserem Stiftungszweck - Förderung von Bildung für Kinder und Jugendliche – besonders dient“, sagte Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas. Im Juni 2016 folgen weitere Veranstaltungen im Rahmen dieses Kunstspektakels, beispielsweise eine interdisziplinäre Installation als philosophischem Kunsterlebnis für alle Sinne. Weitere Informationen unter www.leibnizlebt.de. (ina)

„Click im Kloster“ gewährt neue Einblicke

Großformatige Fotowand wird am 16. Mai 2016 anlässlich der „mahl anders“-Veranstaltung im Stift Fischbeck offiziell eingeweiht

Ein heiteres Kulturereignis am Pfingstmontag wirft seine Schatten voraus. Anlässlich der „mahl anders“-Veranstaltung „Mein lieber Herr Katharina“- Heitere Betrachtungen aus dem Hause Luther“, die am 16. Mai 2016 im Stift Fischbeck gezeigt wird, wurde im Vorfeld die zeitgleich stattfindende Eröffnung der „Click im Kloster“-Open-Air-Ausstellung auf dem Stiftsgelände vorbereitet. Karten für das mit Livemusik untermalte szenische Spiel sind noch zu haben.

„Click im Kloster“ heißt der zweitägige partizipative Foto-Workshop der Klosterkammer, für dessen Konzept und Durchführung der hannoversche Künstler und Fotograf Uwe Stelter verantwortlich ist. Im Juli 2015 fand dieser Workshop in und um das Stift Fischbeck statt. Aus den Fotografien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelte die Gruppe ein vielteiliges Großbild, eine Zusammenstellung von 28 Fotos zu einem größeren Ganzen.

Das großformatige Ensemble wurde am 10. Mai 2016 auf dem Stiftsgelände aufgebaut. Am 16. Mai um 16.30 Uhr wird die Open-Air-Ausstellung anlässlich der ersten im Stift Fischbeck stattfindenden „mahl anders“-Veranstaltung um 16.30 Uhr offiziell eröffnet und ist dort bis Oktober 2016 zu sehen sein. „Ich habe den Workshop begleitet und mich sehr über das große Interesse und die Neugier der Fotografinnen und Fotografen gefreut. Diese Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich der Blick auf die uns bekannte Umgebung ist“, sagt Äbtissin Katrin Woitack. Anschließend besteht ab 17 Uhr die Gelegenheit, einen Spaziergang durch die Stiftsgärten zu machen. „Mein lieber Herr Katharina“- Heitere Betrachtungen aus dem Hause Luther“ sind am Pfingstmontag ab 18 Uhr dort zu sehen. In der Kirche und im Kreuzhof geben gespielte Geschichten und vergnügliche Anekdoten untermalt von Livemusik Einblick in das turbulente Eheleben von Martin Luther und Katharina von Bora. Es spielen Annette Seibt, Reiner Gabriel- Musik: Werner Brunngräber. Karten sind noch zu haben, der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Kartenbestellung: Martina Thurmann, 05152-6984308; E-Mail: Martina.Thurmann@stift-fischbeck.de oder an der Abendkasse.

Veranstaltungen in der Reihe „mahl anders“ sind bis Oktober 2016 in vierzehn niedersächsischen Frauenklöstern und Damenstiften zu erleben. Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter: www.kloster-mahl-anders.de.

Das Stift Fischbeck wurde im Jahr 955 als Kanonissenstift gegründet. Nach der Reformation ist das Stift Fischbeck bis in unsere Gegenwart ein Damenstift geblieben. Heute leben dort acht Frauen in christlicher Gemeinschaft zusammen. Regelmäßig finden Führungen, Vorträge und Konzerte statt. Das Stift liegt unweit von Hameln in der Nähe der Weser, direkt am Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda. (ina/lah)

Dommuseum Hildesheim stellt mittelalterliche Bronze-Kunst aus

Klosterkammer hat den Ankauf eines Gießgefäßes mit 45.000 Euro unterstützt

Das kunstvolle Gießgefäß in Drachenform, auch Drachenaquamanile genannt, ist als ein herausragendes Objekt Hildesheimer Bronzekunst seit dem 29. April 2016 im dortigen Dommuseum ausgestellt. Diese Neuerwerbung konnte unter anderem mit Hilfe einer Förderung der Klosterkammer für knapp 1,3 Millionen Euro angekauft werden.

Das Drachenaquamanile ist in der Ausstellung „Drachenlandung. Ein Hildesheimer Drachenaquamanile des 12. Jahrhunderts“ bis zum 16. Oktober 2016 im Dommuseum zu sehen. Es ist gemeinsam mit bedeutenden Bronzen aus dem Bestand des Museums – wie der Bernwardtür, der Bernwardsäule und dem Taufbecken im Dom – ausgestellt. „Das Drachenaquamanile kann als ein Meisterwerk gelten. Dass wir es erwerben konnten, verdanken wir dem großzügigen Engagement mehrerer Stiftungen. Für diese Unterstützung bin ich sehr dankbar“, sagt Dr. Claudia Höhl, die Direktorin des Dommuseums.

„Wir haben den Ankauf mit 45.000 Euro unterstützt, weil es sich um ein einmaliges Zeugnis niedersächsischen Kulturerbes handelt. Wegen der außerordentlichen Bedeutung dieses Objektes konnten wir hier ausnahmsweise einen Erwerb fördern“, erläutert Dr. Stephan Lüttich, Leiter der Abteilung Förderungen der Klosterkammer. Der Ankauf wurde ebenso von der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Stiftung Niedersachsen gefördert.

Das Aquamanile ist dünnwandig und aus Bronze gegossen, die Oberfläche ist mit Ornamenten verziert. Die Form des Aquamaniles geht auf ein Wesen der persischen Mythologie zurück. Deshalb vermuten Fachleute, dass die Form aus dem maurischen Spanien adaptiert worden ist. Die Existenz des Drachenaquamaniles war der Fachwelt bis vor wenigen Jahren nicht bekannt. Weltweit existieren wenige vergleichbare Stücke. Eine wissenschaftliche Tagung am 17. und 18. Juni 2016 wird verschiedene Aspekte des Kunstwerks diskutieren.

Das Dommuseum Hildesheim ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene, Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Gruppen ab 10 Personen, Studenten, Inhaber von Schwerbehinderten- oder Sozialausweis zahlen 4 Euro. Mehr Informationen im Internet unter: www.dommuseum-hildesheim.de. (lah)

Praktische Unterstützung für Kinderschutz

Netzwerk Frühe Hilfen entlastet junge Eltern: Klosterkammer fördert Modell-Projekt mit 17.600 Euro

Das Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz in Stadt und Landkreis Göttingen bietet praktische Unterstützung von Eltern während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder. Die Klosterkammer Hannover unterstützt das Modell-Projekt mit 17.600 Euro.

Das 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz fordert die Vernetzung der verschiedenen Akteure und den Aufbau interdisziplinärer Strukturen im Bereich der Frühen Hilfen für Kinder. Das Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz in Stadt und Landkreis Göttingen hat eine enge Vernetzung und Kooperation von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen Schwangerschaftsberatung, des Gesundheitswesens, der Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe sowie weiterer sozialer Dienste zum Ziel. Es geht darum, dass Gefährdungen für das Wohl und die Entwicklung der Kinder frühzeitig wahrgenommen und verhindert werden können. Der Aufbau regionaler Strukturen wurde unter Leitung von Prof. Dr. Bernhard Borgetto von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen (HAWK) wissenschaftlich begleitet.

Am 27. April 2016 wurden die Ergebnisse der Projektarbeit in Form eines Berichts, der Anregungen für ähnliche Vorhaben enthält, in Göttingen vorgestellt. Inhalte sind eine Bestandsaufnahme der Angebote, die Ermittlung des Bedarfs an Unterstützung aus Sicht der Eltern und der weiterer Akteure sowie die Auswertung der Netzwerkaktivitäten. Daraus folgen Handlungsempfehlungen für die weitere Entwicklung des Netzwerks.

Bastian Pielczyk, Dezernent der Abteilung Förderungen der Klosterkammer, erläutert: „Die wissenschaftliche Evaluation wurde unter enger Einbeziehung der Praktikerinnen und Praktiker des Netzwerks durchgeführt. So ist eine praxisnahe Handreichung entstanden, die als Arbeitsgrundlage für das Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz in Stadt und Landkreis Göttingen dient. Darüber hinaus kann sie aber auch Anregungen für ähnliche Entwicklungen in anderen Kommunen geben.“ (lah)

Film-Erlebnis mit dem Kinofuchs

Klosterkammer fördert Programm für Kinder im Kommunalen Kino Hannover

Im Kommunalen Kino im Künstlerhaus ist im April ein neues Filmprogramm für Kinder ab vier Jahren gestartet. Durch das Programm führt der Kinofuchs, eine Klappmaul-Figur, die von dem Figurenspieler und Musiker Christian Kruse zum Leben erweckt wird. Die Klosterkammer fördert das Projekt mit 14.000 Euro.

In einem etwa einstündigen Programm erleben die Kinder Kurzfilme, die der Kinofuchs erklärt. Die jungen Besucherinnen und Besucher werden aktiv in das Filmgucken einbezogen. Die Auswahl der Titel orientiert sich an den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder zwischen vier und neun Jahren. Das Gesehene wird spielerisch nachbereitet. Alle Veranstaltungen stehen unter einem Thema wie zum Beispiel Freundschaft, Mut oder Natur.

„Wir unterstützen dieses Projekt, da ein wichtiger Schwerpunkt unserer Fördertätigkeit die Vermittlung kultureller Inhalte an Kinder und Jugendliche ist. Das Kino im Künstlerhaus stellt sich der Aufgabe, Kinder an das Kulturgut ‚Film‘ heranzuführen und zu einem verantwortungsbewussten Filmschauen zu erziehen, seit vielen Jahren mit großer Expertise, das hat uns überzeugt“, erläutert Anna Mohr, die als Dezernentin in der der Klosterkammer für die Förderung von Bildungsprojekten zuständig ist. Weitere Unterstützer der Kinderfilmreihe sind die Stiftung Hannoversche Volksbank sowie das Medienzentrum der Region Hannover.

Weitere Termine, an denen der Kinofuchs auftritt, sind der 5. und 6. Juni, der 4. und 5. September und der 2. Oktober 2016. Veranstaltungen finden auch im November und Dezember dieses Jahres statt, die genauen Daten werden noch bekanntgegeben. Um Kartenreservierung wird gebeten unter Telefon (0511) 16845522 oder per E-Mail an: kokikasse@hannover-stadt.de. (lah)

Fliegerhorst Goslar: Kaufvertrag ist besiegelt

Stadt Goslar und Klosterkammer Hannover öffnen symbolisch das Tor für das neue Wohnquartier

Am 21. April 2016 unterzeichneten Vertreter der Stadt Goslar, der Klosterkammer Hannover und ihrer Tochtergesellschaft, der LIEMAK Immobilien GmbH, den Kaufvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) über einen Teilbereich des ehemaligen Fliegerhorstes in Goslar. Ab Herbst 2016 soll auf dem circa sieben Hektar großen, waldähnlichen Areal ein neues Wohnquartier entstehen.

Der Fliegerhorst hat seinen Ursprung in den 20er-Jahren als ziviler Flughafen. 2009 wurde das letzte Ausbildungsbataillon der Bundeswehr feierlich verabschiedet und die insgesamt 62 Hektar große Liegenschaft wenig später an die BIMA übergeben.

Der Vertragsunterzeichnung gingen jahrelange Vorarbeiten aller Beteiligter voraus – von der Konzepterstellung und Baurechtschaffung, über Kampfmitteluntersuchungen bis zu den Erschließungsplanungen.

Nach der formellen Übergabe des Geländes öffneten Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, symbolisch das Tor für das neue Wohnquartier. „In der Fliegerhorst-Entwicklung steckt viel Arbeit, die sich nun auszahlt. Die Stadt gewinnt nicht nur Einwohner hinzu, die das gesellschaftliche Leben bereichern und den positiven Trend bei den Bevölkerungszahlen fortsetzen, sondern auch Haushalt und Wirtschaftskraft für die Zukunft stärken“, kommentierte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk.

„Wir freuen uns, hier in Goslar, wo wir traditionell stark verwurzelt sind, ein neues und zeitgemäßes Quartier zu schaffen“, sagte Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer. „Die Anzahl der Interessenten, die sich bis heute schon bei uns gemeldet haben, stimmen uns optimistisch, dass das neue Quartier von den Goslarern gut angenommen wird“, ergänzte Sylva Viebach, Geschäftsführerin der LIEMAK Immobilien GmbH.

Die Planungen sehen vielfältige Wohnformen in Bestands- und Neubauten vor, vom Einfamilien- oder Doppelhaus bis zum Wohnungsbau in kleineren Mehrfamilienhäusern. Im Eingangsbereich des neuen Quartiers ist die Ansiedlung von Büros, kleinen Ladenlokalen, Bistros oder Arztpraxen möglich. In architektonischer Anlehnung an die bestehende, denkmalgeschützte Bebauung können auf den geplanten 53 Grundstücken etwa 180 Wohneinheiten realisiert werden.

Das Quartier soll in zwei Bauabschnitten erschlossen werden. Die Grundstücke der LIEMAK Immobilien GmbH können käuflich erworben werden, die der Klosterkammer werden im Wege des Erbbaurechts vergeben. Im ersten Bauabschnitt stehen insgesamt 18 Bauplätze für Einfamilienhäuser zur Verfügung, davon 14 im Eigentum und vier im Erbbaurecht.

Nähere Informationen zu Grundstücken, die zum Verkauf stehen, erhalten Interessierte unter www.liemak-immobilien.de; diese können sich bereits jetzt unter info@liemak.de vormerken lassen. Für Grundstücke im Erbbaurecht können Sie sich per E-Mail vormerken lassen unter rentamtgoslar@klosterkammer.de oder telefonisch unter (0511) 34826 134. (lah)

Humor kontra Fremdenhass

Klosterkammer unterstützt eine Wanderausstellung zu Rechtsextremismus in Karikatur und Satire

Die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat die Ausstellung „Oh, eine Dummel!“ am 11. April 2016 als Schirmherrin im Celler Kultur- und Jugendzentrum CD-Kaserne eröffnet. Noch bis zum 21. April 2016 ist die Wanderausstellung zu Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire dort zu sehen, danach tourt sie durch Niedersachsen.

Rund 60 aktuelle Karikaturen namhafter Künstler sowie satirische Film- und Fernsehbeiträge sollen insbesondere Jugendlichen einen Zugang zum Thema Rechtsextremismus ermöglichen. Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, sprach als Vertreter der Förderer zur Eröffnung. „Diese Ausstellung kommt zum richtigen Zeitpunkt. Sie erhebt nicht mahnend den Zeigefinger, sondern führt stattdessen mit Humor Rechtsextremismus in seinen absurden Ausprägungen vor“, sagte der Klosterkammer-Präsident. Er hob das gelungene Ausstellungskonzept hervor. Das Team der CD-Kaserne hat die Ausstellung unter der Leitung von Kai Thomsen in Kooperation mit dem Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle konzipiert und realisiert. Weitere Förderer sind das Niedersächsische Kultusministerium, die Stiftung Niedersachsen, die Nord/LB Kulturstiftung, der Lüneburgische Landschaftsverband und das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“.

Die Wanderausstellung kann von Schulen, gemeinnützigen Organisationen, Galerien, Städten, Gemeinden und Kulturzentren kostenfrei gebucht werden. Sie ist insbesondere für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 und Jugendgruppen konzipiert. Es gibt pädagogisches Begleitmaterial. Für Gruppen von Jugendlichen wird – je nach Standort – angeboten, im Anschluss an den Besuch der Ausstellung selbst Karikaturen und Zitate beizusteuern oder vertiefende Informationen zu erhalten.

Vom 20. Mai bis zum 19. Juni 2016 ist die Wanderausstellung in Hannover, in der Nord/LB art gallery, zu Gast. Weitere Stationen sind das Rathaus in Achim und das Campe-Gymnasium in Holzminden. Mehr Ausstellungsorte sind in Planung und immer aktuell auf der Internetseite: www.dummel-ausstellung.de nachzulesen. (lah)

„mahl anders“ zeigt Facetten der Reformation

Evangelische Klöster und Stifte präsentieren gemeinsame Veranstaltungsreihe

14 Evangelische Klöster und Stifte in Niedersachsen haben sich zusammengetan und präsentieren mit „mahl anders – begegnen-genießen-hören“ erstmals eine gemeinsame Veranstaltungsreihe. Von April bis Ende Oktober 2016 öffnen die Klosterbewohnerinnen zwischen Obernkirchen und Lüneburg, Bassum und Helmstedt ihre Pforten und Türen. Auf dem Programm stehen zahlreiche kulturelle wie kulinarische Genüsse in historisch-klösterlichem Ambiente – vom Klosterfrühstück in Barsinghausen bis zur Sternwanderung mit dem Ziel Kloster Wülfinghausen, wo die Pilger zum Essen und Trinken wie zu Luthers Zeiten inspiriert werden.

„Seit dem Mittelalter sind die niedersächsischen Klöster Orte der Begegnung. Mit dem neuen Veranstaltungsprogramm ;mahl anders‘ öffnen sich vierzehn Damenklöster und -stifte für alle kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürger“, freut sich „mahl anders“-Schirmherrin Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, über das breite Angebot.

Knapp fünfzig Einzelveranstaltungen mit Vorträgen, Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Kabarett- und Schauspieldarbietungen machen diese Damenklöster und -stifte mit ihrem jeweils individuellen Charme zu einem attraktiven Ausflugsziel. Besucherinnen und Besucher können stets auch mit kulinarischen Leckerbissen rechnen: vom einfachen Klostermahl bis zum mehrgängigen Menü. Dabei treffen sie auf zahlreiche renommierte Referenten, Künstler und Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft. So werden der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, und die Experten für Reformationsgeschichte, Christoph Markschies und Thomas Kaufmann, ebenso erwartet wie beispielsweise der christliche Satiriker „Pfarrer Maybach“ oder der Autor Conrad Zander. Die Musikwissenschaftlerin Ulrike Volkhardt und ihr „Ensemble UT RE MI“ bringen historische Instrumente zum Klingen, neu arrangierte Choräle der Formation „Sacre Fleur“ und feine Vokalmusik sind unter anderem von den „Oxford Bach Soloists“ und dem „Europäischen Synagogalchor Hannover“ zu hören. Auch der Reformator Martin Luther, seine Frau Katharina von Bora und viele weitere Zeitgenossen des reformatorischen Aufbruchs vor fünfhundert Jahren werden in Szenen, Lesungen und Liedern lebendig.

Möglich wurde die Veranstaltungsreihe dank finanzieller Unterstützung der Klosterkammer Hannover sowie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Alle Veranstaltungsorte sowie das mahl anders-Gesamtprogramm sind im Internet einzusehen unter: www.kloster-mahl-anders.de (ina)

NDR dreht im Kloster Medingen

Von der Bürgerwehr bis zur Welfenspeise: „Klosterküche – Kochen mit Leib und Seele“ erzählt Geschichten über alte Traditionen

„Klosterküche - Kochen mit Leib und Seele“, so heißt das neue Fernsehformat, das als Koproduktion zwischen NDR und Kirche am 22. November 2015 an den Start ging. Die Fernsehreihe ist eine Koproduktion zwischen NDR, der Evangelischen Kirche im NDR und dem katholischen Rundfunkreferat. Nun ist das Kloster Medingen Schauplatz der Sendereihe.

Geplant sind 16 je 30-minütige Sendungen aus norddeutschen Klöstern und Stiften, die die Vorstellung der Gemeinschaften vor Ort mit der Vermittlung christlicher Inhalte verbindet. Der NDR hat am 30. März 2016 im Kloster Medingen mit den Dreharbeiten vor Ort begonnen. Zwei Sendungen entstehen in und um das Kloster bis zum 6. April 2016. Moderatorin ist Annette Behnken, Pastorin in der Wennigser Klosterkirche und Sprecherin des „Wort zum Sonntag“. Sie unterhält sich mit den Menschen vor Ort, um die Zuschauer mehr über kulinarische Köstlichkeiten, die Geschichte der Klöster und den Glauben der Menschen, die dort leben, erfahren zu lassen. Von der Welfenspeise bis zur Bürgerwehr reicht die Bandbreite der Geschichten im Kloster Medingen.

„Die Dreharbeiten machen Spaß und der Austausch mit dem Filmteam ist eine interessante Erfahrung“, sagt Dr. Kristin Püttmann, Äbtissin im Kloster Medingen. Das Kloster nahe Bad Bevensen gehört zu den sechs Lüneburger Klöstern, die sich seit dem Mittelalter bis heute erhalten haben. Das Besondere ist die Gestalt seines frühklassizistischen Hauptgebäudes, das nach einem Brand der alten Klosteranlage ab 1782 in moderner Form errichtet wurde. Es ist das einzige Ensemble dieser Art in Norddeutschland.

„Das Thema Ernährung in Verbindung mit dem Klosterleben ist ein gutes Vehikel für diese ökumenische, christliche Verkündigungssendung“, unterstreicht Jan Dieckmann, Hörfunk- und Fernsehbeauftragter der norddeutschen Kirchen beim NDR.

Das Fernsehformat „Klosterküche – Kochen mit Leib und Seele“ des Norddeutschen Rundfunks (NDR) unterstützt die Klosterkammer mit 120.000 Euro. „Das von der Klosterkammer verwaltete Stiftungsvermögen stammt aus ehemals kirchlichem und klösterlichem Vermögen. Wir haben ein Interesse daran, dass unsere noch belebten evangelischen Frauenklöster noch bekannter werden und dabei auch deren geistliches Profil zum Ausdruck kommt“, ergänzt Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover. Als Sonderbehörde des Landes Niedersachsen betreut und unterstützt die Klosterkammer fünfzehn heute noch belebte evangelische Frauenklöster und Damenstifte in Niedersachsen, dazu gehört auch das Kloster Medingen. Hier hat die Klosterkammer Hannover die Rechtsaufsicht.

Gesendet wird der Beitrag „Saisonbeginn im Kloster Medingen“ am 5. Juni 2016 um 15 Uhr im NDR Fernsehen. (ina)

"Stiftungen helfen" unterstützt ab sofort ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Klosterkammer und Lotto-Sport-Stiftung gründen landesweite Initiative / 30 Stiftungen haben sich bereits angeschlossen

Schneller, unbürokratischer und zielsicher die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit fördern – darum geht es der neu gegründeten Initiative „Stiftungen helfen". Unter Federführung der Klosterkammer Hannover und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung haben sich bislang 30 niedersächsische Stiftungen zusammengeschlossen.

„Bis Ende 2016 können auch solche gemeinnützige Organisationen Flüchtlingshilfe fördern, die nach ihrer Satzung eigentlich keine in Betracht kommenden Zwecke – wie mildtätige Zwecke oder die Förderung der Hilfe für Flüchtlinge – verfolgen. Ich freue mich und sehe es als wichtiges Zeichen, dass die Stiftungen in Niedersachsen bei diesem für uns alle so wichtigen Thema zusammenarbeiten“, sagte Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, am 22. März 2016 während eines Pressegesprächs zur Vorstellung der neuen Initiative in der Klosterkammer Hannover.

Herzstück der Initiative „Stiftungen helfen“ ist ein Fonds, mit dessen Mitteln Ehrenamtliche, die sich privat oder in einer Initiative engagieren, unterstützt werden. Klosterkammer und Lotto-Sport-Stiftung haben jeweils 100.000 Euro in diesen Fonds eingebracht. Er fördert ehrenamtliche Aktivitäten mit bis zu 500 Euro pro Antrag. Mit einer Gesamtsumme von rund 250.000 Euro beteiligen sich daran neun Stiftungen. „Wir möchten den freiwilligen Helfern schnell und leicht kleinere Geldbeträge für ihre Arbeit mit Flüchtlingen zur Verfügung stellen“, sagte Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer. Ein weiteres Ziel der Initiative sei es, die Stiftungen untereinander zu vernetzen und ihre Arbeit und Fördermöglichkeiten auf einer Internetseite zu präsentieren. Unter www.stiftungen-helfen.de finden Ehrenamtliche ab sofort die Bedingungen zur Antragstellung und Informationen über die einzelnen beteiligten Stiftungen. Darüber hinaus werden sich die Stiftungen in regelmäßigen Treffen über aktuelle Projekte und Fördermöglichkeiten austauschen. „Wir wollen die Flüchtlingsarbeit erleichtern, indem wir Synergien bilden. Weitere Stiftungen aus Niedersachsen sind herzlich willkommen, sich der Initiative anzuschließen“, sagte Dr. Sønke Burmeister, Geschäftsführer der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. Die Initiative „Stiftungen helfen – Engagement für Flüchtlinge in Niedersachsen“ ist dort angesiedelt. Eine hauptamtliche Mitarbeiterin koordiniert das Projekt und kümmert sich um die Anträge. Finanziert werden die Stelle und die Homepage aus dem Fondsbeitrag der Klosterkammer und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. (ina)

"Click im Kloster" zeigt neues Ausstellung-Format

Kulturhaus Wienhausen stellt ab 19. März 2016 Fotografien aus Klosterkammer-Workshop aus – großformative Fotowand ist vor dem Kloster zu sehen

„Click im Kloster“, startet mit einem besonderen Ausstellungsformat in die neue Saison: Projektleiter Uwe Stelter kehrt nach drei Jahren zu den kreativen Anfängen des partizipativen Fotoprojekts der Klosterkammer Hannover nach Wienhausen zurück: Die großformatige Fotowand mit Bildern aus dem Workshop wird ab dem 19. März 2016 auf dem Gelände des Klosters Wienhausen unter freiem Himmel zu sehen sein. Neu ist, dass eine Auswahl an Fotos, die von den Workshop-Teilnehmerinnen und - Teilnehmern ausgesucht wurden, im Kulturhaus Wienhausen für die Öffentlichkeit zugänglich ist. „So haben auch die Besucher des Klosters Wienhausen, das ab dem 26. März 2016 in die Saison startet und Führungen anbietet, die Gelegenheit, ihren Radius zu erweitern und diese besonderen Fotografien im Kulturhaus zu betrachten“, sagt Äbtissin Renate von Randow. „Click im Kloster“ - so heißt der zweitägige Foto-Workshop der Klosterkammer Hannover, für dessen Konzept und Durchführung der hannoversche Künstler und Fotograf Uwe Stelter verantwortlich ist. Gedacht war „Click im Kloster“ als einmaliges Projekt zum „Tag der Niedersachsen 2013“. Doch die Workshops sind auf so ein enormes Interesse gestoßen, dass weitere angeboten wurden. „Mittlerweile hat ,Click im Kloster‘ bereits elf Mal stattgefunden. Etwa 130 Fotografiebegeisterte haben auf diese Art und Weise die niedersächsischen Frauenklöster und -stifte – von Marienwerder über Fischbeck bis nach Medingen – kennen gelernt“, sagt Klosterkammer- Präsident Hans-Christian Biallas. „Die unterschiedlichen Blickwinkel der Teilnehmer auf die jeweiligen Klöster und Stifte sind ein wichtiger Bestandteil dieses Kunstprojektes“, unterstreicht Projektleiter Uwe Stelter. Die Ausstellung ist bis zum 27. April 2016 geöffnet. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr. An Samstagen und Sonntagen sind die Fotografien im Kulturhaus von 14 bis 17 Uhr zu sehen am 7. und 8. sowie am 13. April 2016 ist die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei. (ina)

Trennung von der Erich Klahn-Stiftung

Klosterkammer legt Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe ein / Klahn-Museum bleibt geschlossen

Über die Wirksamkeit der Kündigung des Vertrages zwischen Klosterkammer Hannover und den Klahn-Erben zur Errichtung der Klahn-Stiftung durch die Klosterkammer Hannover hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle am 10. März 2016 entschieden: Der 16. Senat betrachtet die Kündigung als unwirksam. Die Revision hat der Senat nicht zugelassen. Der Rechtsbehelf hiergegen ist die Nichtzulassungsbeschwerde. Die Klosterkammer Hannover hat sich nun entschieden, diese beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe einzulegen. Damit wird das Verfahren voraussichtlich noch einige Zeit andauern. Bis das Celler Urteil rechtskräftig wird, bleibt die Erich-Klahn-Sammlung im Kloster Mariensee für Besucher geschlossen.

„Wir wollen uns nach wie vor von der Klahn-Stiftung trennen“, unterstreicht Kammerdirektor Andreas Hesse. Der Allgemeine Hannoversche Klosterfonds (AHK), Stiftung öffentlichen Rechts unter Aufsicht des Landes Niedersachsen und gesetzlich vertreten durch die Klosterkammer Hannover, hatte im Frühjahr 2014 seine Trägerschaft für die Klahn-Stiftung mit sofortiger Wirkung gekündigt. Den Vertrag zur Errichtung der rechtlich unselbstständigen Klahn-Stiftung hatte der damalige Klosterkammer-Präsident Prof. Dr. Axel Freiherr von Campenhausen im Jahr 1998 mit der leiblichen Tochter des Künstlers Liese Albrecht, geb. Klahn, und Johann Christian Bosse, Stiefsohn Erich Klahns, geschlossen. Aus Sicht der Klosterkammer Hannover handelt es sich um einen Treuhand-Vertrag, der jederzeit kündbar ist. Demgegenüber geht das OLG Celle von einer Schenkung unter Auflage aus, die nicht ohne weiteres durch den Beschenkten kündbar ist.

Das Bestreben der Klosterkammer Hannover, sich zum nächstmöglichen Zeitpunkt von der Klahn-Stiftung zu trennen, erfährt damit eine Verzögerung. Aus Sicht der Klosterkammer Hannover ist und bleibt es jedoch unzumutbar, die Arbeit der Klahn-Stiftung weiterhin aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren: Erträge des Stiftungsvermögens dürfen, wie bei jeder anderen Stiftung auch, nur für die rechtlich festgelegten Zwecke der Stiftung verwendet werden. Für den AHK sind dies die Erfüllung von Leistungsverpflichtungen gegenüber Kirchengemeinden beider Konfessionen sowie gegenüber den Lüneburger Klöstern, der Unterhalt der Calenberger Klöster und die Vergabe von Fördermitteln von gegenwärtig mehr als drei Millionen Euro pro Jahr für mehr als 200 kirchliche, bildungsbezogene und soziale Maßnahmen in ihrem Fördergebiet. Eine Erweiterung dieser Zwecke ist nicht zulässig. „Die Mittelvergabe an die rechtlich unselbstständige Klahn-Stiftung entspricht nach der Rechtsauffassung der Klosterkammer Hannover nicht den Stiftungszwecken des AHK. Wir werden es nicht hinnehmen, dass die Erträge des AHK, die letztlich öffentliche Mittel sind, für die Interessen privater Dritter verwendet werden“, ergänzt Andreas Hesse. Dies sei rechtlich nicht zulässig. „Der Vertrag – ob Treuhandvertrag oder Schenkung unter Auflage – hätte aus heutiger Sicht niemals geschlossen werden dürfen. Er ist stiftungs- wie haushaltsrechtlich nicht vertretbar“ “, so der Kammerdirektor weiter unter Verweis auf die stiftungsrechtliche Literatur (siehe unten).

Herausgebildet hatte sich diese Rechtsauffassung der Klosterkammer, nachdem sie ab 2013 die Position Klahns im völkischen Spektrum der 1920er -und 1930er-Jahre untersucht hatte und sein fragwürdiges Verhalten, dass er sich bewusst von der NS-Politik instrumentalisieren ließ, zutage trat. Damit lagen die Ergebnisse vor, die zur Kündigung der Trägerschaft der Klahn-Stiftung im Jahr 2014 geführt haben. Hierzu hat die Klosterkammer mittlerweile zwei Gutachten erstellen lassen: Eines vom Kunsthistoriker Dr. Henning Repetzky, das Ende 2013 vorlag; ein weiteres erstellte der Historiker Prof. Dr. Thomas Vogtherr, Vorsitzender der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Es wurde im Juni 2015 veröffentlicht. Mittlerweile gibt es ein drittes Gutachten zu Erich Klahn, das für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers von dem Kunsthistoriker Dr. Herbert Pötter erstellt worden ist und am 9. Februar 2016 offiziell vorgestellt wurde. „Alle drei Gutachten bestätigen die völkisch-rassistische Orientierung des Künstlers und dessen Verbindung zum nationalsozialistischen Regime“, sagt Andreas Hesse und ergänzt: „Die Verwendung der Erträge des Stiftungsvermögens des AHK ist abschließend durch seine Stiftungszwecke bestimmt. Hierzu gehört nicht, problematische Künstlernachlässe in Ausstellungen aufzuarbeiten. Daher möchten wir diese Aufgabe in die Hände verantwortungsvoller Kuratoren geben und damit das Klahn-Erbe dort wissen, wo es am besten aufgehoben ist“, so Andreas Hesse. (ina)

Quellen:

Hof, Hagen in: Freiherr v. Campenhausen, Axel / Richter Andreas, Stiftungsrechts-Handbuch, 4. Aufl. München 2014, § 36: „Besondere Bedeutung hat bei alledem die Abstimmung des Stiftungszwecks (sc. der unselbständigen Stiftung) mit dem Aufgabenbereich des vorgesehenen Trägers. Juristische Personen des öffentlichen Rechts können nicht Träger von Stiftungen werden, deren Zwecksetzung außerhalb des ihnen vorgegebenen Tätigkeitsbereichs liegt.“ (Rn. 83)

„Durch die Übernahme der Verwaltung einer (sc. unselbständigen) Stiftung kann sich die öffentliche Hand nicht ihren verfassungsmäßigen und gesetzlichen Pflichten entziehen. Sie darf also die Verwaltung der Stiftung nicht übernehmen, wenn deren Zwecksetzung diesen Pflichten widerspricht. (Rn. 85)

Küstermann, Burkhard: Die Treuhandstiftung, in: StiftungsManager, Stand November 2013, Nr. 5/1.3, S. 4: „So kann eine juristische Person öffentlichen Rechts nicht Träger von Stiftungen werden, deren Zwecksetzung außerhalb des ihnen (sc. ihr) vorgegebenen Tätigkeitsbereichs liegt.“

Die von der Klosterkammer Hannover in Auftrag gegebenen Gutachten von Dr. Henning Repetzky 2013, „Das Verhältnis des Künstlers Erich Klahn (1901-1978) zu völkisch-rassistischem Gedankengut und nationalsozialistischen Kreisen“, finden Sie unter:
http://www.klosterkammer.de/html/pdf/Klahn-Gutachten_Dr_Henning_Repetzky.pdf
sowie
Prof. Dr. Thomas Vogtherr 2015, „Erich Klahn (1901-1978) – ein völkischer Künstler? Gutachten zu biographischen Stationen“
http://www.klosterkammer.de/html/pdf/15_06_30_Gutachten_Vogtherr.pdf

Das von Dr. Herbert Pötter im Auftrag der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers erstellte Gutachten über „Die Altäre und sakralen Bilder Erich Klahns (1901-1978) im Kontext ihrer Entstehung und Bildsprache“ ist unter http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2016/02/2016_02_09_4 veröffentlicht.

Ein neues Logo für die Klosterkammer

Wir setzen ein sichtbares Zeichen als Institution, die sich öffnet

Seit dem 1. März 2016 tritt die Klosterkammer Hannover mit einem neuen Logo in Erscheinung. „Damit bekommt unser Auftritt – vom Briefbogen über den Jahresbericht bis zur Internetseite – nach und nach ein unverwechselbares ,Gesicht’“, sagt Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer.

Der Initiierung und Umsetzung dieser wichtigen strategischen Aufgabe war der Wunsch vorausgegangen, sich sowohl in der Stiftungslandschaft als auch im weiteren Wirkungsbereich der Klosterkammer neu zu positionieren: „Wir möchten als eine Institution wahrgenommen werden, die sich öffnet und nicht länger im Stillen wirkt: Als eine serviceorientierte Sonderbehörde, die traditionsreiche Wurzeln mit modernen Strukturen verbindet“, unterstreicht Hans-Christian Biallas.

Hierzu bedurfte es vorab einer grundsätzlichen Entscheidung: ein neues Logo einzuführen, um ein sichtbares Zeichen zu setzen. Louisa Heimberg, bis 2015 Design-Studentin an der Hochschule Hannover, überzeugte mit einer Wort-Bildmarke, die sie unter der Leitung von Professorin Dorothee Weinlich in einem praxisorientierten Seminar im Sommersemester 2014 erarbeitete. „Dieses Logo eignet sich hervorragend, um die Vielfalt der Klosterkammer darzustellen“, betont Professorin Weinlich.

Den einheitlichen Gesamtauftritt gestaltete die hannoversche Agentur Loeper & Wulf KonzeptDesign: „Ein gutes Logo ist die Bedingung für eine lebendige Marke. Unsere Aufgabe war es, die grafischen Elemente mit dem Logo zu einem unverwechselbaren Gesamtbild zu formen“, sagt Grafik-Designerin Marion Loeper.

Das Logosystem bietet viel Variabilität. Die komplexe Struktur der Klosterkammer kann nun spielerisch und mit Leichtigkeit dargestellt werden. So erhalten die zur Klosterkammer gehörenden Calenberger Klöster Barsinghausen, Mariensee, Marienwerder, Wennigsen und Wülfinghausen im nächsten Schritt – ab Juni 2016 – jeweils eine eigene Spielform der Logo-Gestaltung: Die Aktivitäten der Klöster sollen auf das Wirken der Klosterkammer zurückzuführen sein, die für diese Klöster die komplette finanzielle Basis liefert. „Wir sehen uns als Ganzes, deshalb ist es unser Ziel, die Zusammengehörigkeit und das gemeinsame Wirken und Auftreten nach innen und außen zu unterstreichen“, so Hans-Christian Biallas.

Das neue Logo steht ab sofort im Download-Bereich auf der Klosterkammer-Internetseite www.klosterkammer.de zur Verfügung. (ina)

Goldene Tafel soll in neuem Glanz erstrahlen

Klosterkammer fördert Restaurierung mit 100.000 Euro

Die Goldene Tafel zählt zu den bedeutendsten Schätzen des niedersächsischen Kulturerbes. Der einstige Altaraufsatz der Lüneburger Benediktinerklosterkirche St. Michaelis gehört zur Sammlung des Landesmuseums Hannover. Sechs Restauratoren werden dem Hochaltarretabel bis 2018 seinen ursprünglichen Glanz zurückgeben.

Historiker, Kunsthistoriker und Kunsttechnologen haben in einem vierjährigen Forschungsprojekt die Goldene Tafel intensiv untersucht. Sie haben unter anderem herausgefunden, dass neben Verschmutzungen auch Restaurierungsarbeiten im frühen 20. Jahrhundert und Feuchtigkeit während der Lagerung im Zweiten Weltkrieg den Altaraufsatz beschädigt haben. Zum Abschluss des Forschungsprojektes werden Fachleute auf einem internationalen Kolloquium im Landesmuseum im April 2016 Technik, Gestalt, Kontext und Bedeutung des Retabels diskutieren. Die Klosterkammer Hannover hat die Forschungsarbeiten mit 40.000 Euro sowie den Kauf einer Statuette der Goldenen Tafel im Jahr 2007 mit 80.000 Euro unterstützt. Die Restaurierung des Altaraufsatzes fördert die Klosterkammer mit 100.000 Euro.

„Die Goldene Tafel stand fast 400 Jahre lang in der Benediktinerklosterkirche St. Michaelis in Lüneburg. Diese Kirche ist im Stiftungsbesitz des von der Klosterkammer verwalteten Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds. Aufgrund dieser historischen Verbindung haben wir ein großes Interesse dran, sie in neuem Glanz erstrahlen zu lassen“, sagte Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, bei einem Pressetermin am 26. Februar 2016 im Landesmuseum Hannover.

Weitere Unterstützer der Restaurierungsarbeiten sind das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Ernst von Siemens Kunststiftung und die Kulturstiftung der Länder. Um die Restaurierungsmaßnahmen vollständig realisieren zu können, sucht das Landesmuseum darüber hinaus Menschen, die eine Patenschaft für eine Statuette oder ein Bildfeld übernehmen. (jl)

Feinbrände im neuen Gewand

Neues Erscheinungsbild soll die Dachmarke „Wöltingerode“ stärken

Burkhard Siebert, Erster Stadtrat der Stadt Goslar, Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas und Markus Grüsser, Geschäftsführer der Kloster Wöltingerode Brennen und Brauen GmbH, präsentierten am 17. Februar 2016 das neue Erscheinungsbild der Klostergut-Feinbrände im Klosterhotel Wöltingerode.

Die neue Etikettierung ermöglicht der Marke nun, über die regionalen Grenzen hinweg eine neue Position zu erobern. „Das neue Erscheinungsbild kann nicht losgelöst betrachtet werden, sondern bildet als Gesamtstrategie auch eine Stärkung der Dachmarke „Wöltingerode“ und damit der regionalen Wirtschaftskraft. Alle Bereiche des Klosters sind jetzt als ein Ganzes zu erkennen“, sagte Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas. Eigentümer des Klostergutes Wöltingerode ist die größte der von der Klosterkammer verwaltete Stiftung: der Allgemeine Hannoversche Klosterfonds. Als unabhängige Behörde des Landes Niedersachsen verfolgt die Klosterkammer Hannover das Ziel, das Stiftungsvermögen zu bewahren und zu mehren, um so mit den Einnahmen kirchliche, bildungsbezogene oder soziale Projekte zu unterstützen. Eine weitere Hauptaufgabe ist die Denkmalpflege und der Erhalt von 800 historischen Gebäuden.

„Die Produkte der Klosterbrennerei Wöltingerode haben nicht nur nachweislich eine hohe Qualität. Die Überschüsse aus unseren Wirtschaftsbetrieben dienen ausschließlich der Erfüllung unserer Stiftungsaufgaben“, äußert sich Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas.

Mehr als 250.000 Besucher zieht es jedes Jahr ins Klostergut Wöltingerode, zahlreiche von ihnen genießen auch die dort angebotenen Spirituosen. „Was die Qualität der Feinbrände angeht, gibt es in Deutschland nichts Vergleichbares“, sagte Markus Grüsser. Eigenes Brunnenwasser, Weizen von klostereigenen Ländereien, das natürliche Malz, die kupfernen Brenngeräte und eine langjährige Holzfasslagerung sorgen nicht nur für einen unnachahmlichen Genuss, sondern bleiben den Konsumenten in angenehmer Erinnerung.

Über die Klosterbrennerei Wöltingerode:
Seit dem Jahr 1682 besteht im Klostergut die Klosterbrennerei. Die Zisterzienser-Nonnen führten dort die Brennkunst ein. Heute werden dort erlesene Liköre, bekömmliche Magenbitter und holzfassgelagerte Edelkorn-Spezialitäten hergestellt. Die Klosterbrennerei Wöltingerode stellt mit dem Wissen aus Jahrhunderten - nach spezieller Rezeptur - handwerklich gebrannte, hochprozentige Brände und Liköre her. Stärkehaltiger Weizen von klostereigenen Ländereien, klares Wasser aus der klostereigenen Quelle, Gerstenmalz und selbst fermentierte Reinzuchthefe werden zunächst miteinander vergoren und dann zweifach destilliert. Die Roh- und Feinbrände finden dabei seit jeher traditionell in kupfernen Brenngeräten statt, so dass die Aromen nicht nur freigesetzt, sondern in das Destillat weitergegeben werden. Diese ist Bestandteil des Klostergutes, das auf eigenen Flächen von zirka 400 Hektar unter anderem Weizen anbaut.

Musiktheater mit Jugendlichen aus aller Welt

Klosterkammer fördert Integrationsprojekt „Moonstock“

Ein besonderes Musiktheaterstück hat am 14. Februar 2016 in Stade Premiere gefeiert: Bei „Moonstock“ standen junge Flüchtlinge gemeinsam mit deutschen Jugendlichen vor einem Publikum auf der Bühne der Jugendfreizeitstätte Alter Schlachthof. Die Klosterkammer Hannover hat das Projekt mit 12.000 Euro gefördert.

„Moonstock“ erzählt die Geschichte einer Band, die gerne bei einem Festival auf dem Mond spielen möchte. Erdlinge sind dort allerdings nicht nur willkommen und so erlebt die Band einige Rückschläge, ehe sie doch noch auftreten darf. Das Stück ist zwar eine Komödie, in der Geschichte versteckt sich aber auch politische Satire und Gesellschaftskritik.

25 Jugendliche aus Afghanistan, Mali, Eritrea, Rumänien und Deutschland haben an dem Projekt des ABC Bildungs- und Tagungszentrums und der HüllerMedienWerkstatt in Drochtersen-Hüll mitgewirkt. Die 16- bis 26-Jährigen haben unter Anleitung von Profis den Inhalt der Geschichte selbst gestaltet, die Musik komponiert und getextet und in einem eigens dafür aufgebauten Tonstudio aufgenommen. Die Stücke werden derzeit von einem Toningenieur nachbearbeitet und anschließend veröffentlicht.

Weitere Förderer von „Moonstock“ waren das Deutsche Kinderhilfswerk, das Paritätische Jugendwerk Niedersachsen und die Aktion Mensch für das Theaterprojekt im Rahmen des Projektes MitMischen. Zu den Unterstützern gehörten die Hans Thomann Stiftung, der Kinderschutzbund, Directors Cut, tonKONTOR und Creatronic. Die AWO Stade hat die Aufführung im Alten Schlachthof mitveranstaltet. (jl)

Feuerwachturm in Klosterrevierförsterei gesprengt

Technisches Hilfswerk führte erfolgreiche Übung durch

Die Ära des Feuerwachturms in der Klosterrevierförsterei Miele endete mit einem Knall: Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) haben den Holzturm am 13. Februar 2016 mit einer Sprengladung zu Fall gebracht. Bis vor acht Jahren diente das 25 Meter hohe Bauwerk bei Celle der rechtzeitigen Erkennung von Waldbränden.

Doch die moderne Waldbrandüberwachungstechnik hat den 1963 erbauten Turm überflüssig gemacht. Flächendeckend sorgen seit einigen Jahren Spezialkameras in der Lüneburger Heide dafür, dass die Feuerwehr Rauchentwicklung im Wald frühzeitig bemerkt. Hinzu kam, dass die Witterung dem mehr als 50 Jahre alten Turm aus Eichenholz stark zugesetzt hatte. „Das Bauwerk war einsturzgefährdet und eine Gefahrenquelle“, sagte Constantin von Waldthausen, Leiter des Klosterkammerforstbetriebs. „Ein Abtragen Stück für Stück wäre sehr aufwendig gewesen. Daher sind wir froh, dass Spezialisten des Technischen Hilfswerks den Turm gesprengt haben, so dass er umfällt und dann von unseren Mitarbeitern mit Motorsägen am Boden zerkleinert werden kann“, ergänzte von Waldthausen.

Die ehrenamtlichen Mitglieder der Fachgruppe Sprengen des Ortsverbandes Cuxhaven des Technischen Hilfswerks haben unter Leitung von Sven Biskupek den Holzturm im Rahmen der Aus- und Weiterbildung zu Fall gebracht. „Für die THW-Helfer war es eine wichtige Übung, solch eine Bauwerkssprengung zu planen und durchzuführen“, sagte Ronald Bahr, zuständige Sprengaufsicht vom Landesverband Bremen und Niedersachsen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. „Zur Sprengung des in Holzständerwerk ausgeführten Feuerwachturms wurde sogenannter gelantinöser Gesteinssprengstoff eingesetzt. Der Sprengstoff wurde aus der Ferne elektrisch gezündet“, ergänzte Bahr.

Im Umkreis von 300 Metern wurde ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Zwei Familien, die in der Nähe wohnten, mussten das Gebiet räumen. Sie wurden vom THW vorab informiert. „Wir danken den Helfern des Technischen Hilfswerks für die umfangreiche Unterstützung von der Planung bis zur Durchführung“, sagte Constantin von Waldthausen. (jl)

Gesangstalente gesucht!

Klosterkammer fördert Musik-Projekt für Migranten

Junge Migranten gesanglich fördern und ihr Selbstbewusstsein stärken – dieses Ziel hat das Projekt „Mig-Pop – Integration durch Musik“ des Vereins Can Arkadas. Bis zum 22. Februar 2016 können sich Talente im Alter von 15 bis 20 Jahren bewerben. Die Klosterkammer Hannover unterstützt das Projekt mit 6.000 Euro.

„Ich glaube an das Werkzeug Musik als Integration“, sagte Ayda, Sängerin der Band „Shanaya“ und Leiterin des Projektes bei einer Pressekonferenz in den Räumen des Vereins Can Arkadas am 29. Januar 2016. Die junge Frau mit türkischen Wurzeln hat den sogenannten „Migranten-Pop“ (kurz: „Mig-Pop“) erfunden. Dabei werden deutsche Texte mit Klängen aus der Heimat der Migranten kombiniert. Bis zum 22. Februar 2016 können sich 15 bis 20 Jahre alte Sänger mit Migrationshintergrund mit einem Handyvideo im Internet auf „Facebook Mig-Pop“ bewerben (https://www.facebook.com/migpophannover). Nach einem offiziellen Casting vermittelt Ayda etwa zehn jungen Talenten ein Jahr lang Grundlagen der Atemtechnik und Stimmbildung. Außerdem unterstützt sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Schreiben eigener Musiktitel, die anschließend bei einem Konzert zu hören sind. Schirmherrin des Projektes ist Doris Schröder-Köpf, Landtagsabgeordnete und Migrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen. Finanziell unterstützt wird das Projekt mit je 6.000 Euro von der Klosterkammer Hannover und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. „Wir fördern als Stiftung viele Initiativen, die der Integration von Migranten und Flüchtlingen dienen“, sagte Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer. Weiterer Unterstützer des Projektes ist das Umweltdruckhaus Hannover. (jl)

Erste Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum

Klöster und Stifte machen sich fit für 2017

Auf der Suche nach zum Reformationsjubiläum 2017 passenden Stifts- und Klosterführungen: Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zwölf evangelischen Frauenklöstern und -stiften im Verwaltungsbereich der Klosterkammer sind am 21. Januar 2016 zu einer Fortbildung nach Hannover gekommen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Kirchen- und Klosterführungen auf dem Weg zum Reformationsjubiläum: Impulse, Wahrnehmungen, Ideen“.

An der Fortbildung in der Marktkirche und im Hanns-Lilje-Haus nahmen Äbtissinnen, Konventualinnen, Kapitularinnen und Klosterführerinnen teil. Auf dem Programm standen kurze Impulsvorträge zu Themen wie „Bibel und Bildung“, „Kirchenmusik und Singen“ sowie „Abendmahl in beiderlei Gestalt“. Außerdem ging es am Beispiel der Marktkirche um den nachreformatorischen Umgang mit vorreformatorischen Ausstattungsgegenständen in evangelischen Kirchen. Die Teilnehmerinnen nutzten die Veranstaltung auch, um in Gruppen Bausteine für Themenführungen zum Reformationsjubiläum für das eigene Kloster oder Stift zu erarbeiten. Eingeladen zur Veranstaltung hatte das Arbeitsfeld Kirche im Tourismus im Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Die Klosterkammer Hannover unterstützte die Fortbildung finanziell. (jl)

Klosterkammer Hannover  •  Eichstraße 4  •  30161 Hannover  •  Tel.: 0511 - 3 48 26 - 0  •  Fax: 0511 - 3 48 26 - 299  •  E-Mail: info@klosterkammer.de