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Ereignisse

Orgelgala im Dom zu Bardowick

Gut 1300 Gäste sind am Sonntag, dem 15. Januar 2012, zur Einweihung der neuen dreimanualigen Orgel in den Dom zu Bardowick gekommen. Bereits am Festgottesdienst um 10 Uhr und dem nachfolgenden Empfang nahmen rund 580 Gäste teil, unter ihnen Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Kirche sowie zahlreiche Kirchenmusiker. Ebenso großes Interesse fanden auch die ausführliche Orgelvorführung am frühen Nachmittag und das abschließende Orgelkonzert um 17 Uhr.

Die von der Alexander Schuke Potsdam-Orgelbau GmbH in den Jahren 2010 und 2011 unter Verwendung des wertvollen Orgelgehäuses aus dem 19. Jahrhundert errichtete Orgel gehört mit ihren 45 Registern zu den derzeit größten Orgelneubauten in Niedersachsen. Die Klosterkammer Hannover ist mit 595.000 Euro einschließlich der Restaurierung des Orgelprospekts und der begleitenden Baumaßnahmen an dem Neubau beteiligt. 135.000 Euro brachte die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter und Paul Bardowick mit Hilfe zahlreicher Spenden auf.

In seinem Grußwort wies der Präsident der Klosterkammer, Hans-Christian Biallas, darauf hin, dass die Klosterkammer ihre hohen Leistungsverpflichtungen gegenüber der Kirchengemeinde St. Peter und Paul mit Hilfe ihrer in Bardowick anfallenden Pachterträge aus Landwirtschafts- und Erbbaurechtsflächen erfüllt. Unabhängig von dem Orgelneubau habe die Klosterkammer in den vergangenen neun Jahren Leistungen für die Kirchengemeinde in Höhe von mehr als 100.000 Euro pro Jahr erbracht.

In der Festpredigt ging Dieter Rathing, Landessuperintendent im Sprengel Lüneburg, auf die große Bedeutung der Orgelmusik ein. Der Klang der Orgel gebe den menschlichen Erfahrungen eine Stimme. Die Orgel schenke denen, die ihr lauschen, Empfindungen von Harmonie, schenke Augenblicke, in denen der Mensch ganz bei sich und zugleich ganz weit weg von sich sein könne.

Die Bardowicker Schuke-Orgel ist der vierte große Orgelneubau im Verwaltungsbereich der Klosterkammer innerhalb von 53 Monaten. Er war erforderlich geworden, weil die 1867 von Philipp Furtwängler aus Elze gebaute Domorgel nach mehreren klanglich entstellenden und technisch fehlerhaften Sanierungen nicht mehr funktionstüchtig war. Dadurch war die Kirchengemeinde gezwungen, auf ein elektronisches Provisorium auszuweichen, was der besonderen gottesdienstlichen, kirchenmusikalischen, geschichtlichen und architektonischen Bedeutung des Domes nicht entsprach.

Infoflyer zur Orgeleinweihung
(PDF | 2,5 MB)

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Prospekt der neuen Schuke-Orgel im Dom zu Bardowick
Foto: Hans-Jürgen Wege/Lüneburg


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Auf der Orgelempore (v.l.): Peter Elflein, der Organist der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter und Paul Bardowick; Landeskirchenmusikdirektor i. R. Prof. Harald Vogel, der Orgelsachverständige der Klosterkammer Hannover
Foto: dto.


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Gestalteten Festgottesdienst und Empfang (v.l.): Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover; Detlev Saffran, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter und Paul Bardowick; Dieter Rathing, Landessuperintendent im Ev.-luth. Sprengel Lüneburg; Derik Mennrich, Pastor der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter und Paul Bardowick
Foto: dto.


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Mittagsimbiss im Dom zwischen Festgottesdienst, Empfang und musikalischem Nachmittagsprogramm
Foto: dto.

Klosterkammerpräsident überreicht Förderscheck für Schulbiologiezentrum Hannover

Die Klosterkammer Hannover hat dem Schulbiologiezentrum Hannover (SBZ) Fördermittel für die Umstrukturierung seiner Bibliothek zur Verfügung gestellt. Das SBZ will aus seinem umfangreichen Buchbestand eine systematisch erfasste und klassifizierte Fachbibliothek aufbauen. Die Bücher und Lernmaterialien sollen künftig nicht nur vor Ort zugänglich, sondern auch ausleihbar sein.

Das Schulbiologiezentrum bietet seit mehr als 25 Jahren interaktive und lebendige Angebote zu naturwissenschaftlichen Themen. Die Ausrichtung des Zentrums entspricht einem wesentlichen Anliegen der gegenwärtigen Bildungspolitik, nämlich schon früh das Interesse der Kinder an den Naturwissenschaften zu wecken.

Außer Kindern, Schülerinnen und Schülern nutzen auch Studentinnen und Studenten, Lehrkräfte und Umweltorganisationen den Bestand. Einige der Bücher finden sich in keiner anderen Bibliothek Hannovers.

Am 13. Dezember übereichte Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas im Rahmen eines Pressegespräches im Schulbiologiezentrum einen Förderscheck in Höhe von 11.040 Euro an die hannoversche Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann.

Dabei sagte der Klosterkammerpräsident: "Das Schulbiologiezentrum ist für Hannover ein enorm wichtiger Ort der Wissensvermittlung: Hier wird nicht nur außerhalb der Schule gelehrt und gelernt, sondern vor allem werden die Inhalte in pädagogisch wertvoller Weise für die Schüler in der Praxis erlebbar. Der Zugang zu dem Wissen, das in der Bibliothek des Schulbiologiezentrums ruht, ist von elementarer Bedeutung für das Erlernen von wissenschaftlichen Grundlagen und Zusammenhängen. Daher waren wir gerne zu einer Vollfinanzierung des Projektes bereit."

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Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas (1.v.r.) überreicht den Förderscheck in Höhe von 11.040 Euro für das Schulbiologiezentrum Hannover an (v.l.) Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann, den Vorsitzenden des Fördervereins des Schulbiologiezentrums Hans-Dieter Keil-Süllow und die Leiterin des Schulbiologiezentrums Dr. Regine Leo
Foto: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Hannover

7. Ökumenische Gerhardsvesper in der Klosterkirche Wennigsen

Am 13. Oktober 2011 haben der evangelische Johanniter- und der katholische Malteserorden und die ihnen angehörenden Hilfsorganisationen in der Klosterkirche zu Wennigsen/Region Hannover zum siebten Mal gemeinsam die Gerhardsvesper gefeiert. - Mit dem alljährlich stattfindenden Gottesdienst erinnern die beiden geistlichen Ritterorden an ihren gemeinsamen Gründer, Bruder Gerhard Sasso vom Hospital zu Jerusalem, gestorben 1120.

Die Predigt in dem sehr gut besuchten öffentlichen ökumenischen Festgottesdienst über Matthäusevangelium, Kapitel 6, Verse 19-23 hielt der Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Ralf Meister. Als Liturgen fungierten Pfarrer Wichard von Heyden, Ev.-luth. St.-Margareten-Kirchengemeinde Gehrden, und Pfarrer Christoph Paschek, Kath. Pfarrei St. Bonifatius Gehrden. Das Junge Vokalensemble Hannover unter der Leitung von Prof. Klaus-Jürgen Etzold begleitete musikalisch. Als Ehrengäste nahmen teil die Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth, der Stellvertretende Bürgermeister der Stadt Gehrden, Ernst Mittendorf, und das Mitglied des Ortsrates Wennigsen-Evestorf Ernst Herbst.

Im Anschluss an die Gerhardsvesper waren die Gottesdienstteilnehmer zu einem Empfang im Festsaal des Klosters eingeladen.

Gottesdienst und Empfang wurden von der Klosterkammer Hannover finanziell und organisatorisch unterstützt.

[ Fotos: Horst Voigtmann/Wennigsen ]

Grußwort des Klosterkammerpräsidenten anlässlich der Gerhardsvesper 2011

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Mit einem gemeinsamen Gebet bereiteten sich die Mitglieder von Johanniter- und Malteserorden sowie Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst auf den Einzug zum Festgottesdienst in der Klosterkirche vor.

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Mitglieder von Malteser Hilfsdienst und Johanniter-Unfall-Hilfe bildeten die Spitze beim Einzug in die Klosterkirche.

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Ralf Meister, Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers (Predigt), und Christoph Paschek, Kath. Pfarrei St. Bonifatius Gehrden (Liturgie), beim Einzug in die Klosterkirche

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Das Junge Vokalensemble Hannover unter der Leitung von Prof. Klaus-Jürgen Etzold verlieh der Gerhardsvesper einen besonderen musikalischen Glanz.

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Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, hatte zu einem Empfang nach dem Festgottesdienst in den Klostersaal eingeladen, wo er die zahlreichen Gäste begrüßte.

Hans-Christian Biallas offiziell als Präsident der Klosterkammer Hannover eingeführt

Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, hat am 24. September 2011 den ehemaligen Pastor und langjährigen CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Christian Biallas offiziell in das Amt des Klosterkammerpräsidenten eingeführt. Dem Festakt mit anschließendem Empfang im Kloster Barsinghausen wohnten über 400 Repräsentanten aus Politik, Kirche, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt Barsinghausen bei.

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Wanka bezeichnete in ihrer Rede die theologische und politische Kompetenz des neuen Präsidenten als wichtige Voraussetzung für die Leitung der Klosterkammer, für die es künftig darauf ankomme, sich noch besser im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld zu positionieren.

Der Stellvertretende Ministerpräsident des Landes Niedersachsen und Nds. Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, überbrachte die Grüße des Nds. Ministerpräsidenten und wertete die Anwesenheit der zahlreichen politischen Vertreter als Zeichen der Wertschätzung der Klosterkammer.

Der Hildesheimer Generalvikar, Prälat Dr. Werner Schreer, lobte die traditionell ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen den katholischen Bistümern in Niedersachsen und der Klosterkammer Hannover.

Mit sehr persönlichen Worten aus Cuxhavener Sicht ging der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, auf den in Cuxhaven begonnenen beruflichen und politischen Lebensweg von Hans-Christian Biallas ein.

Ralf Meister, Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers, der die Andacht zu Beginn des Festaktes hielt, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass nach lutherischem Verständnis jedes öffentliche Amt in Verantwortung vor Gott auszuüben sei.

Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas kündigte in seiner abschließenden Rede an, für mehr öffentliche Transparenz der Klosterkammer zu sorgen und ein größeres Schwergewicht auf die Förderung von Projekten im Bereich des Ehrenamtes zu legen.

[ Fotos: Jens Schulze/Hannover ]

Ansprache des Präsidenten der Klosterkammer Hannover am 24.09.2011

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Vor dem Festakt: Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas begrüßt die Nds. Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, in der festlich geschmückten Klosterkirche zu Barsinghausen.

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Klosterkammerpräsident besucht Projekt "FachWerk"

Neue Chancen für Schulverweigerer

Die Werk-statt-Schule Hannover hat mit dem "Projekt FachWerk" ein Konzept entwickelt, um dem stetig wachsenden Problem der Schulflucht entgegenzuwirken. Gelernt wird nicht mehr in herkömmlichen Klassenräumen, sondern in Werkstätten, wo praxisnahes Wissen vermittelt wird und Lernerfolge unmittelbar sichtbar werden. Für die Einrichtung der Werkstätten stifteten die Klosterkammer Hannover und die TUI Stiftung jeweils 50.000 €. Der Präsident der Klosterkammer Hans Christian Biallas und Dr. Peter Engelen, Mitglied des Kuratoriums der TUI-Stiftung, informierten sich am Freitag, den 16. September 2011, über den aktuellen Stand des Projektes und pflanzten auf dem neuen Gelände einen Baum als Zeichen der Verbundenheit. Beide zeigten sich erfreut, dass "FachWerk" bereits erste Erfolge verzeichnen kann. Von fünf Schülern, die im letzten Schuljahr im Projekt waren, besuchen drei wieder regelmäßig die Schule.

[ Fotos: Nella Shoshina/Hannover ]

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Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas (links) und Dr. Peter Engelen, Kuratoriumsmitglied der TUI-Stiftung, besuchen das Projekt "FachWerk".

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Auf dem Gelände des Projekts "FachWerk": Hans-Christian Biallas und Dr. Peter Engelen pflanzen einen Baum als Zeichen der Verbundenheit.

Justizminister Bernd Busemann informiert sich über Stiftungsaufgaben

Anlässlich seines Besuches in der Klosterkammer am 10. August 2011 informierte sich der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann insbesondere über die vielfältigen Stiftungsaufgaben der Einrichtung. Präsident Hans-Christian Biallas erläuterte dem Minister die stiftungsrechtlichen Bestimmungen, nach denen die Klosterkammer Vorhaben fördert. Rund drei Millionen Euro jährlich vergibt die Klosterkammer für soziale, schulische und kirchliche Projekte. "Diese Förderung ist nur möglich, weil die Klosterkammer entsprechende Einnahmen aus der Verpachtung von Grundstücken und landwirtschaftlichen Flächen erzielt", erklärte Biallas seinem hochrangigen Gast. Darüber hinaus ist die Klosterkammer unter anderem für die bauliche Unterhaltung von 20 Kloster- und Stiftsanlagen sowie 43 Domen und Kirchen unmittelbar zuständig. Dazu gehören auch die Aufgaben des Denkmalschutzes. Über entsprechende Maßnahmen des Denkmalschutzes konnte sich Minister Busemann in der zentralen Restaurierungswerkstatt der Klosterkammer selbst einen Eindruck verschaffen.


Dipl.-Rest. Kirsten Schröder erläutert Minister Bernd Busemann (rechts) und Klosterkammerpräsident Hans-Christian-Biallas ein aktuelles Projekt der Klosterkammer-Restaurierungswerkstatt.
Foto: Klosterkammer Hannover

Chefin der Niedersächsischen Staatskanzlei, Dr. Christine Hawighorst, zu Besuch in der Klosterkammer Hannover

„Die Klosterkammer ist eine wichtige und unverzichtbare Institution zur Förderung und Bewahrung des kulturellen Erbes in Niedersachsen.“ Das stellte anlässlich Ihres Besuches in der Klosterkammer am 8. August 2011 die Chefin der Niedersächsischen Staatskanzlei, Staatssekretärin Dr. Christine Hawighorst, fest.

Frau Dr. Hawighorst führte ein Gespräch mit dem Präsidenten der Klosterkammer Hannover, Hans-Christian Biallas, und ließ sich aktuelle Projekte der Klosterkammer vorstellen. Anschließend informierte sie sich in der Restaurierungswerkstatt über die geleistete Arbeit zum Erhalt von Bildern und Skulpturen. Die Staatssekretärin dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihre Arbeit im Interesse des Denkmalschutzes in Niedersachsen.


Foto: Klosterkammer Hannover

Antrittsbesuch des neuen Klosterkammerpräsidenten beim Oberbürgermeister von Osnabrück

Der neue Präsident der Klosterkammer Hannover, Hans-Christian Biallas, hat sich am Mittwoch, 27. Juli, bei Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius vorgestellt.

Der Oberbürgermeister bedankte sich für die bisherige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die zahlreichen kulturellen Einrichtungen in Osnabrück und der Region zugute kommt, und vereinbarte mit dem neuen Präsidenten, auch zukünftig diese erfolgreiche Kooperation fortzusetzen.

Die Niedersächsische Landesregierung hatte sich im April für Hans-Christian Biallas als Nachfolger von Sigrid Maier-Knapp-Herbst entschieden. Als Präsident der Klosterkammer, die zugleich Landesbehörde und Stiftungsorgan ist, leitet Biallas seit dem 1. Juni eine der traditionsreichsten Einrichtungen in Niedersachsen, die soziale, bildungsbezogene und kirchliche Projekte, beispielsweise in Schulen oder Museen, fördert.

(Presseinformation des Presse- und Informationsamtes der Stadt Osnabrück vom 28. Juli 2011)

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Der neue Präsident der Klosterkammer Hannover, Hans-Christian Biallas (links), besuchte Oberbürgermeister Boris Pistorius im Rathaus der Friedensstadt Osnabrück.

Wirtschaftsminister Bode beeindruckt von der Denkmalpflegekompetenz der Klosterkammer

Am 21. Juli 2011 besuchte der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, die Klosterkammer Hannover. Dabei wurde er von Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas über die umfangreichen Aufgaben und Leistungen der traditionsreichen Landesbehörde informiert.

Bei seinem Rundgang durch das Dienstgebäude in der hannoverschen Oststadt interessierte sich der Minister besonders auch für die Arbeit der Abteilung Bau- und Kunstpflege. In der zentralen Restaurierungswerkstatt erhielt er anhand von kunsthistorisch bedeutsamen Objekten Einblick in Umfang und Qualität der Betreuung des Kunst- und Kulturgutes der Klosterkammer. Der Minister zeigte sich beeindruckt von der hohen Fachkompetenz und dem persönlichen Engagement der Architekten und Restauratoren bei der Erhaltung der mehr als 800 denkmalgeschützten Gebäude und 10 000 Kunstwerke im Verwaltungsbereich der Kammer.


Foto: Klosterkammer Hannover

Medinger Altäbtissin Helge von Bülow 100 Jahre alt

Von Ute Bautsch-Ludolfs/Bad Bevensen

Die Altäbtissin von Kloster Medingen Helge von Bülow feierte am 22. Juni 2011 ihren 100. Geburtstag. Seit ein paar Jahren lebt sie in einem Seniorenheim in Medingen in der Nähe des Klosters, ihrer Wirkungsstätte, wo sie von 1972 bis 1989 Äbtissin war. In ihrer Amtszeit entwickelte sie eine rege Bautätigkeit für das Kloster, das laufend renoviert wurde, öffnete das Haus für Konzerte. Anlässlich ihres Geburtstages fand im Kloster ein Festakt mit geladenen Gästen statt.

Helge von Bülow ist in ihrem Zimmer, in das sie nach gesundheitlichen Einschränkungen vor wenigen Jahren zog, umgeben von Bildern und Portraits ihrer Vorfahren. Vor ihr steht ein Schutzengel aus Olivenholz aus Bethlehem. Ein Stückchen weiter wartet ein Bewegungs-Regenerator auf Aktivität. "Den Radler habe ich von meiner Schwester, die ist schon über 90", bemerkt sie. Auf dem Tischchen daneben liegt ein aufgeschlagener Terminkalender. Für jeden Tag findet sich mindestens ein Eintrag, denn die würdevolle, kluge, alte, recht selbstbestimmte Dame ist mit vielen Menschen vernetzt, und es ist daher gar nicht so einfach, noch einen Audienztermin so kurz vor ihrem Fest zu bekommen. Neben den Mitarbeitenden des Senioren- und Pflegeheims Heinemann bekommt sie täglich Besuch von außerhalb. . Viele lesen ihr vor, denn Helge von Bülow kann nicht mehr richtig sehen. Da findet sich die Dichterreise von Axel Kahr, ein Buch über die Evangelischen Klöster Niedersachsens, Manfred Rommels Buch "Trotz allem heiter", daneben liegt ein Artikel aus der Zeit über das Ascot-Pferderennen und ihr geschätztes Magazin "Monumente" über Denkmalkunde in Deutschland und natürlich das "Deutsche Adelsblatt", aus dem sich viel über ihre Verwandtschaft erfahren lässt.

Neben dem Zuhören spielt das Nachbesinnen eine große Rolle. "Ich denke über mein Leben nach", bekennt sie und "das ist von Fügungen geprägt". Sie beginnt von diesen richtungweisenden Einschnitten detailliert zu erzählen,. Etwa als es ihr Ende des Krieges gelang, Freifahrscheine zu bekommen und zu ihren Verwandten nach Molzen zu fahren, statt zurück nach Berlin zu ihrer Arbeitsstelle im Reichsluftfahrtministerium.

Helge von Bülows Wurzeln sind in Bad Doberan, und zusammen mit ihren zwei Schwestern verbrachte sie eine wohlbehütete Kindheit, viel auch auf dem großelterlichen Gut Koberow bei Laage. Nach Schulabschluss und Ausbildung führte sie die Lust am Sprachenlernen nach London und Paris. Als Begleitung eines amerikanischen Ehepaars ging es um die Welt bis zum Kriegsausbruch. 1939 wurde Helge von Bülow wieder auf ihre alte Dienststelle verpflichtet, wohnte erst im D-Zug-Waggon, dann in einer Kaserne, anschließend im Hotel. Von Molzen aus ging sie 1951 mit ihrer Mutter zur jüngeren Schwester nach Brasilien und arbeitete dort bis zur Pensionierung 1971 als Chefsekretärin in der Vertretung der Deutschen Überseeischen Bank in Sao Paulo."Ich war glücklich in Brasilien", fügt sie an.

Viele unterschiedliche Mosaiksteine ihres Lebens puzzeln sich zu einem großen Ganzen, geprägt vom Glauben. Ihren Konfirmationsspruch, der ihr im Leben Lenkung gab, hat sie natürlich parat.

Befragt, was es wohl sein mag, dass sie solch ein hohes Alter erreicht hat und zufrieden ist, sagt sie mit einem Wort: "Geduld!". Lange überlegt sie die Antwort auf die Frage nach Wünschen. Geradezu verschmitzt, bescheiden und für den Zuhörenden ganz unerwartet antwortet sie: "Es könnte ein bisschen mehr Spargel im Speiseplan sein!"

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Altäbtissin Helge von Bülow anlässlich ihre 99. Geburtstages im Jahr 2010
Foto: Ute Bautsch-Ludolfs/Bad Bevensen

Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst mit einem Festakt verabschiedet

Am 20. Mai 2011 hat die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, Sigrid Maier-Knapp-Herbst als Präsidentin der Klosterkammer Hannover verabschiedet. Der von über 450 Gästen aus Politik, Kirche, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Verwaltung besuchte Festakt fand in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in Hannover statt.

Ministerin Prof. Dr. Wanka dankte der scheidenden Präsidentin für den von ihr in fast siebeneinhalbjähriger Leitungstätigkeit begonnenen Prozess der Umstrukturierung und Modernisierung der Klosterkammer. Landesbischof Ralf Meister sagte in seiner Andacht, Sigrid Maier-Knapp-Herbst habe in ihrer Präsidentschaft nicht etwa die Asche der Tradition gehütet, sondern die Glut der Tradition neu entflammt. Hildesheims Bischof Norbert Trelle, Dr. Wilhelm Krull, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, und Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, hoben - in zum Teil persönlich gehaltenen Worten - die Leistungen von Sigrid Maier-Knapp-Herbst und die gute Zusammenarbeit mit ihr hervor. In ihrer Dankansprache hielt die scheidende Präsidentin Rückblick auf ihre Jahre an der Spitze der Klosterkammer.

[ Fotos: Jens Schulze/Hannover ]

Dankansprache der scheidenden Präsidentin
Sigrid Maier-Knapp-Herbst

Grußwort des Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Dr. Wilhelm Krull

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Kloster Wennigsen hat wieder einen Konvent

Erstmals seit langer Zeit hat Kloster Wennigsen/Region Hannover wieder einen Frauenkonvent. In einem Festgottesdienst am 1. Mai 2011 wurden acht evangelische Frauen von der Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, eingeführt und vom Geistlichen Vizepräsidenten der Landeskirchenamtes der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Arend de Vries, eingesegnet. Die Frauen zwischen 38 und 67 Jahren haben sich zur Geistlichen Frauengemeinschaft Kloster Wennigsen zusammengeschlossen. Die Leitung der Gemeinschaft hat die Äbtissin von Kloster Wennigsen, Gabriele-Verena Siemers, die seit 2005 im Amt ist.

Im Kloster leben künftig die Äbtissin und eine Konventualin. Die anderen sieben Frauen leben weiterhin an ihren Wohnorten in Deutschland und der Schweiz, halten aber im Kloster Seminare sowie Klostertage ab und stehen dort Glaubens-, Meditations-, Ruhe- und Kraftsuchenden zur Seite.

 

Bild 1:
Die neun Mitglieder der Geistlichen Frauengemeinschaft Kloster Wennigsen. V.l.: Äbtissin Gabriele-Verena Siemers; Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Brombach/Beierstedt, Kreis Helmstedt; Architektin Bettina Noesser/Langenfeld im Rheinland, Kreis Mettmann; Hilka Will-Imholt/Papenburg; Juristin Mirja Müller/Barsinghausen; Pädagogin und Therapeutin Dorothea Lüdi/Bern; Supervisorin und Erwachsenenbildnerin Barbara Hennig/Lehre, Kreis Helmstedt; Pastorin Clementine Haupt-Mertens/Garching bei München; Psychologin Traute Gehrke/Lilienthal bei Bremen.

Bild 2:
Einzug zum Festgottesdienst

Bild 3:
Klosterkammerpräsidentin Sigrid Maier-Knapp-Herbst bei ihrer Ansprache zur Einführung des neuen Konventes

Bild 4:
Einsegnung der Geistlichen Frauengemeinschaft vor dem Altar der Wennigser Klosterkirche

[ Fotos: Barbara Bönecke-Siemers/Hildesheim ]

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Klosterkirche Lüne nach zweijähriger Restaurierung wiedereingeweiht

Mit Festgottesdienst und Empfang am 2. April sowie Kirchenführungen und Konzert am 3. April 2011 wurde die bau- und kunstgeschichtlich bedeutende Kirche von Kloster Lüne in Lüneburg nach zweijähriger umfassender Restaurierung wiedereingeweiht.

Die ein halbes Jahrhundert nach der letzten Restaurierung erforderlich gewordene Maßnahme wurde von der Bauabteilung der Klosterkammer Hannover geplant und durchgeführt. Die Klosterkammer trägt die Leistungsverpflichtungen des Landes Niedersachsen gegenüber Kloster Lüne und den anderen fünf evangelischen Damenstiften des ehemaligen Fürstentums Lüneburg. Für die Arbeiten an der Bausubstanz des Kircheninnenraumes durch beauftragte Firmen hat die Klosterkammer 250.000 Euro aufgewendet. Die Restaurierung und Reinigung der etwa 70 Kunstwerke erfolgte durch eigene Kräfte.

Ein wesentliches Ziel der Kirchenrestaurierung war die Wiederherstellung der Wand- und Deckengestaltung in den bei Voruntersuchungen am Bau ermittelten hellen Farbtönen des 17. Jahrhunderts. Durch veränderte Anordnung von Ausstattungsstücken und neue Beleuchtungskörper hat der Raum als Gottesdienst- und Veranstaltungsstätte eine weitere Aufwertung erfahren.



Die Restaurierung der Lüner Klosterkirche
2009 - 2011

Malteser Dankplakette für die Präsidentin der Klosterkammer

Die Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, hat die Dankplakette des Malteser Ritterordens erhalten. Diese höchste Auszeichnung der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteserordens wurde ihr von Erich Prinz von Lobkowicz, dem Präsidenten des geistlichen Ritterordens, am 19. Januar 2011 in der Malteser Migranten Medizin in Hannover-Linden überreicht. Die Malteser würdigen damit das persönliche Engagement der Klosterkammer-Präsidentin und bedanken sich für die Unterstützung mehrerer Projekte durch die Klosterkammer. So wurden im vergangenen Jahr 40.000 Euro als Zuwendung an die Malteser Migranten Medizin bewilligt, um Frauen, die sich illegal oder ohne Krankenversicherung in der Region Hannover aufhalten, eine medizinisch betreute Entbindung zu ermöglichen. Unterstützt durch die Klosterkammer wurde in den vergangenen Jahren auch der Lourdeskrankendienst der Malteser. Im Zusammenhang mit der Ehrung übermittelte auch der Bischof von Hildesheim, Norbert Trelle, als Schirmherr der Malteser Migranten Medizin seinen Dank an die Präsidentin der Klosterkammer.

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Von links: Sigrid Maier-Knapp-Herbst, Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Maximilian Freiherr von Boeselager, ehrenamtlicher Diözesanleiter der Malteser im Bistum Hildesheim, Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, Präsident der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteserordens.
Klosterkammer Hannover  •  Eichstraße 4  •  30161 Hannover  •  Tel.: 0511 - 3 48 26 - 0  •  Fax: 0511 - 3 48 26 - 299  •  E-Mail: info@klosterkammer.de