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Klosterforsten

Der Klosterkammerforstbetrieb (KFB) umfasst eine Betriebsfläche von 24.400 Hektar Wald. Um diesen Wald dem Stiftungszweck des AHK entsprechend erwerbswirtschaftlich und effizient bewirtschaften zu können, wurden die Klosterforsten mit dem Geschäftsjahr 1999 in einen Landesbetrieb nach §26 LHO in Verbindung mit §105 LHO umgewandelt. Der Betrieb agiert auf den regionalen Holzmärkten von Ilten bei Hannover aus (siehe Lagekarte). Der jährliche Holzeinschlag beträgt insgesamt zirka 165.000 Festmeter Holz.

Im Nordbetriebsteil werden etwa 14.200 Hektar Wald in der Lüneburger Heide bewirtschaftet. Als Hauptbaumart ist dort die Kiefer vorhanden, daneben aber auch nennenswert Fichte und Laubholz. Der Südbetriebsteil bewirtschaftet zirka 10.200 Hektar Wald im südniedersächsischen Raum. Hier kommen vor allem Buchen und Fichten vor. Die erstellte Zuwachsinventur durch Stichprobenverfahren bestätigte den optischen Eindruck, dass auch im vergangenen Jahrzehnt mehr Holz zugewachsen ist als geerntet wurde. Besonders im Laubholz ist der Anstieg markant.

Der KFB ist Arbeitgeber in zehn Landkreisen und Auftraggeber für Forstdienstleister in ganz Niedersachsen. Die Holzvermarktung erfolgt bundesweit und nur in geringen Anteilen um fünf Prozent darüber hinaus, beispielsweise nach Österreich. Im Bereich der Jagd werden bevorzugt örtliche Jäger beteiligt.

Neben dem Kerngeschäft der Holzproduktion sind die Vermarktung von Jagd und Wildbret, sowie Brennholz, Grünschmuck und andere waldbezogene Leistungen weitere Geschäftszweige. Insbesondere die Jagdnutzung ist in den Klosterforsten zu einem großen Anteil durch die Vergabe von entgeltlichen Jagderlaubnisscheinen (JES) oder durch Verpachtung an private Jäger zugänglich gemacht worden. Die Nachfrage nach gesundem und frischem Wildbret hat deutlich zugenommen.

Außer dem Klosterkammerforstbetrieb gehört auch der Stiftsforstbetrieb Ilfeld mit der Stiftsoberförsterei Ilfeld im Bundesland Thüringen zum Verwaltungsbereich der Klosterkammer. Er umfasst eine Forstfläche von rund 1.573 Hektar. Der jährliche Holzeinschlag beträgt zirka 7.500 Festmeter Holz.

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Neuer Forstexperte in Ilfeld

Sebastian Moitje leitet seit dem 1. März 2015 die Klosterrevierförsterei Stift Ilfeld

Ein neues Gesicht: Am 1. März 2015 hat Forstoberinspektor Sebastian Moitje die Revierleitung im thüringischen Ilfeld übernommen. Er trat die Nachfolge von Oberförster Arnd Petzsch an. Aus der Stiftsoberförsterei wurde im Zuge der engeren Bindung an die Klosterforsten die Klosterrevierförsterei Stift Ilfeld.

Gebürtig stammt der 32-jährige Sebastian Moitje aus Rotenburg (Wümme). Er wuchs in einem engen Kontakt zur Natur auf und machte als junger Mann seinen Jagdschein. „Damals war für mich klar, dass ich entweder Tierarzt oder Förster werde“, erzählt der Revierleiter. Seine Entscheidung fiel schließlich auf die Arbeit im Wald und so begann er in Göttingen an der Fachhochschule das Forstwirtschaftsstudium mit Betriebswirtschaftslehre als Ergänzungsfach.

„Nach meinem Abschluss im Jahr 2007 habe ich das Anwärterjahr zum gehobenen Forstdienst bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Forstamt Osnabrück absolviert“, schildert Sebastian Moitje. Im Anschluss übernahm er 2008 die Leitung der Bezirksförsterei Neustadt am Rübenberge. „Dort war ich für 3.500 Hektar Kiefernwald, der rund 350 einzelnen Waldbesitzern gehört, verantwortlich.“ Dann folgte der Wechsel zu den Klosterforsten. „Derzeit bin ich noch dabei, die Flächen zu erkunden. Ich kümmere mich um den Holzeinschlag und Kulturbegründungen“, schildert der Revierleiter. Um einen Ausgleich zu seiner Arbeit zu finden, beschäftigt er sich in seiner Freizeit gerne mit seinen zwei Deutschen Wachtelhunden.

„Wir haben die Klosterrevierförsterei Stift Ilfeld, früher Stiftsoberförsterei, organisatorisch stärker in den Verbund der Klosterforsten einbezogen“, erläutert Constantin von Waldthausen, Leiter der Klosterforsten. Er versichert, dass sich für Kooperationspartner und Kunden dadurch nichts ändert. Sie werden in Sebastian Moitje einen verlässlichen Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Flächen der Klosterrevierförsterei vor Ort finden.

Der neue Revierleiter bietet eine Sprechstunde im Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/ Südharz in der Ilgerstraße 23, 99768 Harztor, Ortsteil Ilfeld an. In der Regel immer donnerstags, zwischen 16 und 18 Uhr, ist er dort anzutreffen und telefonisch zu erreichen unter der Mobilnummer 0171.6758683. (lah)


Der neue Revierleiter in der Klosterrevierförsterei Stift Ilfeld: Sebastian Moitje
Foto: Klosterforsten

Zwei Revierförstereien unter neuer Leitung

Seit dem 1. Juli 2014 ist Nils Hagen für die Klosterrevierförsterei Luhetal und Mark Gützkow für die Klosterrevierförsterei Oberkirchen zuständig

Sie sind beide 32 Jahre alt und seit dem 1. Juli 2014 Revierleiter beim Klosterkammerforstbetrieb: Nils Hagen und Mark Gützkow. Die beiden Diplom-Forstingenieure haben neben ihrem Alter auch Ausbildungsstationen gemeinsam, beide studierten an der Göttinger Fachhochschule Forstwirtschaft und haben zeitweilig für die Betriebszentralen von Hessen-Forst sowie den Niedersächsischen Landesforsten gearbeitet.

Für Nils Hagen ist mit der Leitung der KlRfö Luhetal ein Kindheitswunsch in Erfüllung gegangen. Denn er ist in einem Forsthaus groß geworden und hat sich schon früh für die Arbeit seines Vaters Frank Hagen, der heute die Klosterrevierförsterei Niebeck leitet, interessiert. „Ich bin in Soltau geboren und im Landkreis Uelzen aufgewachsen“, erzählt Nils Hagen. Von Wald und Tieren umgeben, wuchs seine Leidenschaft für die Forstwirtschaft. Nach dem Besuch der Fachoberschule in Ebstorf folgte der Wechsel zur Fachhochschule in Göttingen. Mit dem Diplom als Forstingenieur in der Tasche, trat Nils Hagen die einjährige Ausbildung für den gehobenen Forstdienst bei Hessen-Forst an und arbeitete danach noch dreieinhalb Jahre dort in der Landesbetriebsleitung. „Ich habe mein Ziel, einmal Revierleiter zu werden, konsequent verfolgt“, sagt Nils Hagen. In der KlRfö Luhetal ist der zweifache Vater nun wieder seiner Heimat nah und freut sich auf die neue Herausforderung.

Nach dem Studium an der Fachhochschule Göttingen, absolvierte Mark Gützkow seine einjährige Laufbahn-Ausbildung im Forstamt Clausthal im Harz. Im Anschluss daran übernahm der Diplom-Forstingenieur für ein halbes Jahr die kommissarische Leitung eines Reviers im Forstamt Vöhl im Bereich von Hessen-Forst. Im Sommer 2011 kehrte Mark Gützkow nach Niedersachsen zurück. „Ich war in der Betriebsleitung der Niedersächsischen Landesforsten in Braunschweig tätig und habe administrative Aufgaben in den Bereichen Waldpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit übernommen“, erzählt Mark Gützkow. Als Revierleiter bei den Klosterforsten ist sein Aufgabenfeld nun wieder im klassischen Forstbetrieb angesiedelt. Neben der Erkundung des Reviers Obernkirchen stehen als nächste Schritte die Vorbereitung der Waldbestände für die Holzernte sowie das Brennholzgeschäft im Winter an. (lah)


Nils Hagen ist der neue Leiter der KlRfö Luhetal
Foto: Klosterforsten



Mark Gützkow leitet die KlRfö Obernkirchen
Foto: Klosterforsten

Ideenaustausch bei Waldbegehungen

Anwohner und Lokalpolitiker interessieren sich für Waldbewirtschaftung der Klosterforsten in Krainhagen, Reinsen und Obernkirchen

Die Gespräche um die Waldbewirtschaftung des Klosterkammerforstbetriebs in den Bückebergen gehen weiter: Forstdirektor Constantin von Waldthausen und Revierleiter Andreas Brandt haben sich in Krainhagen, Reinsen und Obernkirchen mit Bürgern und Lokalpolitikern zu Waldbegehungen getroffen. Nach Kritik an Holzeinschlägen hatte Stadthagens Bürgermeister, Bernd Hellmann, Vertreter der Orte und der Klosterforsten eingeladen. Dabei wurde vereinbart, die Diskussion mit Bürgern vor Ort weiterzuführen. Außerdem hat Constantin von Waldthausen an einer weiteren Beratung lokaler Vertreter in Stadthagen teilgenommen.

Besonders groß war das Interesse am Waldrundgang in Reinsen. Rund 30 Interessierte haben sich am 8. Mai 2014 am Rande des Ortes versammelt, um gemeinsam mit Constantin von Waldthausen, Andreas Brandt, Bernd Hellmann und Ute Hartmann-Höhnke, der Ortsbeauftragten von Reinsen, zu einem Rundgang zu starten. Ausgangspunkt war die Straße „An der Bergkette“, wo jüngst auf Wunsch der Anwohner Straßenbäume zwecks Verkehrssicherung gefällt worden sind. Weiter ging es in das angrenzende Waldstück. Anhand von Furchen in den Rückewegen wurden unterschiedliche Interessen deutlich: Für den Forstwirtschaftler sind dies reine Arbeitswege, die angelegt werden, damit der Rest des empfindlichen Waldbodens geschützt bleibt. Die Bereiche sind nicht für Spaziergänger gedacht. Sie möchten aber möglichst alle Wege nutzen – Unebenheiten stören dabei. „Und Umweltschützer freuen sich über gelegentliche, temporäre Gewässer auf Erdwegen, die etwa Lebensraum für die seltene Gelbbauchunke bieten“, erklärte Constantin von Waldthausen. Auf den befestigten Fahrwegen können sich hingegen auch Wanderer bewegen, sie sollen in Zukunft nach Holzeinschlägen schneller wieder instand gesetzt werden.

Mächtige Buchen müssen nahe der Wege oder Bebauung fallen, wenn ihre Stämme von Weißfäulepilzen zersetzt und sie damit zu einer Gefahr werden oder, wenn im Bestand eine Eiche in ihrer Nähe noch längere Zeit mehr Raum zum Wachsen braucht, erläuterte der Forstdirektor. Im Sinne des Programms zur langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE-Programm) der Niedersächsischen Landesforsten, setzen die Klosterforsten auf einen Abbau der Reinbestände. „Verschiedene Baumarten im Wald sind gesund und wirtschaftlich“, sagte Constantin von Waldthausen.

Anwohner haben angeregt, dass eine Bank erneuert, Stellflächen am Waldrand geplant und die Wasserableitung verbessert werden sollen. Bürgermeister Bernd Hellmann versprach, zu diesen Themen mit dem Forstdirektor gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Dass die Bürger ihre einzelnen Ideen zunächst sammeln und diskutieren, damit ein Konzept daraus erwächst, regte Constantin von Waldthausen an und betonte: „Der Austausch mit Ihnen ist das Entscheidende." Ute Hartmann-Höhnke stellte fest, dass die Wege schon deutlich besser geworden seien und sagte: „Ich bin zuversichtlich, dass sich die Situation entspannt.“ (lah)


Erklärungen unterm Blätterdach: Constantin von Waldthausen (rechts) beschreibt Grundsätze der Durchforstung.
Foto: Klosterkammer Hannover



Auswirkung der Weißfäulepilze: Andreas Brandt (links) und der Forstdirektor weisen auf die Auswirkungen der Holzfäule an einem befallen Stamm hin.
Foto: Klosterkammer Hannover

Klosterforsten: Engagiert für gutes Miteinander in Schaumburg

Forstdirektor Constantin von Waldthausen erläuterte kommunalen Vertretern Holzeinschläge zum Jahreswechsel

Holzeinschläge in den Bückebergen zum Jahreswechsel waren Anlass für Kritik an der Arbeit der zur Klosterkammer Hannover gehörenden Klosterforsten. Nach in den Schaumburger Nachrichten veröffentlichten Artikeln und Leserbriefen, trafen sich am 3. März 2014 Forstdirektor Constantin von Waldthausen und kommunale Vertreter des Landkreises Schaumburg zu einem Gespräch. Bernd Hellmann, Bürgermeister von Stadthagen, hatte zu dem Treffen ins Rathaus eingeladen.

Constantin von Waldthausen kündigte Investitionen in Instandsetzung und Pflege der Waldwege an, um Versäumnisse aufzuholen. "Für die zwei Forstreviere in den Bückebergen sind 150.000 bis 200.000 Euro jährlich eingeplant", sagte der Forstdirektor. Der Prozess in dem Gebiet, das rund 3500 Hektar umfasst, sei auf mehrere Jahre angelegt. Wichtig sei die Unterscheidung von befestigten, auch von Wanderern genutzten Wegen, an denen die Arbeiten geplant sind, und sogenannten Rückewegen, erklärte der Forstdirektor. Letztere dienten nur den Forstfahrzeugen und werden nicht instand gesetzt. "Es geht um eine Abwägung zwischen Waldboden und Wegen. Denn Schäden am Waldboden sind nicht wieder gutzumachen, an den Wegen schon", so von Waldthausen. Das Vorgehen umfasst drei Schritte: Zunächst wird ein Lichtraumprofil geschaffen, das heißt es müssen Bäume gefällt werden, um das Abtrocknen der Wege zu gewährleisten. Dann werden Gräben instandgesetzt, damit Wasser abfließen kann und schließlich wird das Profil der Wege bearbeitet. "Die größten Probleme auf den Wegen entstehen beim Abtransport des Holzes, der in der Verantwortung der Käufer liegt", sagte Constantin von Waldthausen.

"Wir haben verstanden, dass wir anders vorgehen müssen", sagte Constantin von Waldthausen zu Fällungen etwa am Philosophenhügel bei Krainhagen. "Wir nehmen die Sorge der Bevölkerung um das Landschaftsbild ernst. Dennoch ist die Durchforstung des Kulturwaldes unumgänglich", erklärte der Forstdirektor. So müssen zum Beispiel teils Buchen weichen, damit sich Eichen entwickeln können. Im Gesamtumfang werde der Holzeinschlag konstant bleiben, aber man wolle bei Fällarbeiten in Zukunft sensibler vorgehen. Fakt sei auch, dass der Bedarf an Brennholz in der Region hoch sei und auch Arbeitsplätze in der regionalen Forst- und Holzbranche eine Rolle spielen. Auch sei die Menge an Buchen in der Region trotz der Bewirtschaftung des Waldes in den vergangenen zehn Jahren um bis zu zehn Prozent angewachsen.

Positiv über die neue Qualität der Kommunikation äußerte sich - neben Gastgeber Bernd Hellmann - auch Regina Soergel, Ortsbeauftragte von Obernwöhren. "Die Bürger wollen erklärt bekommen, was im Wald passiert." Wenn auch nicht von weniger Holzeinschlag auszugehen sei, dann doch von mehr Rücksichtnahme, stellte Ute Hartmann-Höhnke, Ortsbeauftragte aus Reinsen, fest. Im nächsten Schritt werden Begehungen in Reinsen und Krainhagen stattfinden, weil insbesondere dort Beschwerden laut geworden waren. (lah)


Beratungsrunde im Rathaus Stadthagen: Andreas Brandt (v. l.), Oliver Schäfer, Bernd Hellmann, Regina Soergel, Thomas Mittmann, Ute Hartmann-Höhnke, Constantin von Waldthausen und Thomas Priemer
Foto: Klosterkammer Hannover

Ortstermin zu Fällarbeiten in Reinsen

Anwohner: Straßen-Bäume sollen zugunsten der Verkehrssicherheit weichen/ Klosterkammerforstbetrieb reagiert prompt

Ute Hartmann-Höhnke, Ortsbeauftragte von Reinsen, hatte den Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner "An der Bergkette" an den Klosterkammerforstbetrieb weitergegeben, dass hohe Bäume nahe der Straße gefällt werden. Deshalb trafen sich Forstdirektor Constantin von Waldthausen und Revierförster Andreas Brandt am 25. Februar 2014 vor Ort mit den Bürgern.

Die Forstexperten haben die geforderte Maßnahme der Gefahrenbeseitigung auf einem Streifen von zirka 30 Metern Tiefe entlang der Landesstraße mit den Anwohnern besprochen. "Wir haben gemeinsam festgelegt, dass die Arbeiten in der ersten Woche der Osterferien durchgeführt werden soll", sagte Constantin von Waldthausen. Ein ebenfalls betroffener Privatwaldeigentümer müsse noch seine Zustimmung erteilen.

Der zuständige Revierleiter Andreas Brandt erläuterte, dass die Fällungen drei bis vier Tage beanspruchen werden. Zeitweise muss die Straße gesperrt und das Holz auf dem Waldstreifen gelagert werden. Im Anschluss ist geplant, Obstbäume anzupflanzen, so dass ein neuer Waldrand mit Blüten als schmückenden Elementen und Bäumen in geringerer Höhe entsteht. Damit soll vermieden werden, dass eine ähnliche Situation mit zu hohem Bewuchs erneut eintritt.


Ortstermin: Am 25. Februar 2014 trafen sich Anwohner "An der Bergkette" des Ortsteils Reinsen an den Bückebergen mit Ortsvorsteherin Ute Hartmann-Höhnke (Dritte von rechts) und Andreas Brandt, Leiter der Klosterrevierförsterei Auhagen (erster von links).
Foto: Klosterforsten

Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Sehnde 2014:

Forstdirektor Constantin von Waldthausen berichtete über die Klosterkammer

"Der Auftrag der Klosterkammer Hannover und des Klosterkammerforstbetriebs" - so lautete der Vortrag des Forstdirektors Constantin von Waldthausen, den der Betriebsleiter des Klosterkammerforstbetriebs am 12. Januar 2014 innerhalb des Neujahrsempfangs der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sehnde hielt. Pastor Uwe Büttner hatte den Vortrag initiiert. Das Wirken der Klosterkammer, das trotz der geringen Entfernung zu Hannover vielen noch unbekannt war, löste reges Interesse aus. Insbesondere die Entstehungsgeschichte, die Aufgaben des Klosterkammerforstbetriebs sowie die Förderpraxis reizten zu weiteren Nachfragen.


Stießen gemeinsam auf das Neue Jahr an: Pastor Uwe Büttner, Pastorin Damaris Frehrking, Forstdirektor Constantin von Waldthausen und Heidrun Golenia, Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Sehnde.
Foto: Katja Eggers /Anzeiger der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Klosterkammer-Forstdirektor verabschiedet sich

Georg Schaefer geht in den Ruhestand

"Ein Förster der Klosterkammer muss ein guter Waldbauer, aber auch ein guter Ökonom sein", sagt Diplom-Forstwirt Georg Schaefer. Nach 28-jähriger Dienstzeit in der Klosterkammer Hannover wird der 65-jährige Forstdirektor im Rahmen des Klosterkammer-Forsttages am Freitag, 21. Juni 2013, im Kloster Wennigsen von Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Georg Schaefer leitete das Klosterforstamt Westerhof mit 10.200 Hektar Wald und 18 Mitarbeitern. Sein Verdienst ist die Umsetzung der vom damaligen Klosterkammer-Präsidenten Prof. Dr. Axel Freiherr von Campenhausen initiierten Forstreform Ende der neunziger Jahre. Mit dem im Jahre 1999 gegründeten Landesbetrieb "Klosterkammer-Forstbetrieb" gelang es Georg Schaefer und seinen Mitarbeitern, die Forsten auf eine gute ökonomische Grundlage zu stellen und damit dem Auftrag, für die Stiftung, möglichst hohe Reinerträge zu erwirtschaften, in hohem Maße zu genügen. Hochmotivierte leistungsfähige Mitarbeiter, effektive Informations-, Kommunikations- und Steuerungsinstrumente und ein mit modernster Technik arbeitender Unternehmer-Stamm tragen entscheidend zu diesem Erfolg bei.

"Ich höre nun gerne auf", unterstreicht der Forstdirektor: Jahrelang habe er darauf hin gearbeitet, dass nach ihm der Forstbetrieb der Klosterkammer unter einer Leitung geführt wird. Sein Kollege Constantin von Waldthausen, Forstdirektor im Bereich Soltau, übernimmt dessen Aufgaben: Ab 1. August 2013 wird er als neuer Klosterkammer-Forstdirektor für insgesamt 24.500 Hektar Wald und mehr als 40 Beschäftigte zuständig sein.

Präsident Hans-Christian Biallas besuchte den Klosterkammerforstbetrieb

Einer der ersten Besuche im eigenen Verwaltungsbereich führte den seit 1. Juni 2011 amtierenden neuen Klosterkammerpräsidenten Hans-Christian Biallas in den Klosterkammerforstbetrieb. Hier erfuhr er, welche Rückschlage die Klosterforsten durch Stürme und Waldbrände (insbesondere 1975) und sinkende Holzpreise bis Anfang des letzten Jahrzehnts zu verkraften hatten. Der Klosterkammerforstbetreib (KFB) hat hierauf seit 1999 mit Reorganisation, Einführung der kaufmännischen Buchführung und anhaltender Verschlankung reagiert. Heute kann der KFB diese Stärke bei steigenden Holzpreisen besonders wirkungsvoll zum Wohl der Stiftung umsetzen.

Anteil am Erfolg haben unter anderem die Einschlagsunternehmer aus Niedersachsen. Im Gespräch mit dem Präsidenten erörtern der Leiter der Klosterrevierförsterei Niebeck, Forstamtsrat Frank Hagen, und der Unternehmer Leif Olsen aus dem Landkreis Uelzen Arbeitsweise und Vorteile der vollmechanisierten Holzernte.

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Wertholz für die Stiftungsaufgaben der Klosterkammer

Bei der Nadelwertholzsubmission in Oerrel im Februar 2011 präsentierte Forstamtsrat Wulff Richter den Spitzenstamm des Termins aus seiner Klosterrevierförsterei Jägerei bei Celle: eine Kiefer, die mit gut 180,- Euro je Kubikmeter sehr gut beboten wurde.

Damit stellte der Klosterkammerforstbetrieb (KFB) erneut unter Beweis, dass seine nachhaltige waldbauliche Pflege zu erstklassigen Wirtschaftsergebnissen führt.

Darauf wies auch Forstdirektor Constantin von Waldthausen vom Betriebsteil Nord des KFB (1. von links) anlässlich der gemeinsamen Auswertung der erzielten Submissionsergebnisse auf dem Wertholzplatz hin.

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Die Klosterforsten in den Jahren 2007 bis 2009

Die beiden Forstbetriebe im Verwaltungsbereich der Klosterkammer - der Klosterkammerforstbetrieb (KFB) und der Stiftsforstbetrieb Ilfeld - erwirtschafteten in den Jahren 2007 - 2009 zusammen einen Umsatz von rund 24,59 Mio. € und einen Jahresüberschuss von 6,36 Mio. €.

Klosterkammerforstbetrieb

Das Wirtschaftsjahr 2007 war geprägt von den Folgen der Stürme "Kyrill" und "Emma". Der Klosterkammerforstbetrieb war, vornehmlich in ihren südlichen Berglandwäldern, mit einem Anfall von 180.000 Vorratsfestmetern betroffen.

Die Stürme fielen in eine Zeit der forstwirtschaftlichen Hochkonjunktur mit hohem Preisniveau für sämtliche Rohholzsortimente. Infolge der plötzlichen Übersättigung des Marktes mit diesen schnell verderblichen Rohstoffen sank deren Preis schnell.

Mit insgesamt 210.000 Festmetern lag der Einschlag in den Klosterforsten nur unwesentlich über dem durchschnittlich jährlichen Einschlagspotential (192.000 Festmeter). Die Stürme bewirkten dabei allerdings eine erhebliche Verschiebung der Nutzung in die Nadelholzarten; dem Sturm fiel vor allem die Baumart Fichte zum Opfer.

Nach dieser konjunktur- und kalamitätsbedingten Hochphase (Umsatz 2007: 10,29 Millionen Euro; Jahresüberschuss: 3,2 Millionen Euro) fielen in den beiden Folgejahren der Umsatz (2008: 6,94 Millionen Euro; 2009: 5,88 Millionen Euro) und der Jahresüberschuss (2008: 1,9 Millionen Euro; 2009: 1,0 Millionen Euro) zurück. Die Wirtschaftskrise führte zu einem erheblichen Rückgang der Auslands- und Binnennachfrage und damit zu einem Abschwung der Holzpreise. Der Forstbetrieb agierte in dieser Situation antizyklisch und reduzierte seinen Einschlag in den Wirtschaftsjahren 2008 und 2009 auf jeweils ca. 100.000 Festmeter. Umfangreiche Aufforstungs- und Pflegemaßnahmen in der Folge der Sturmwürfe erforderten einen außergewöhnlich hohen Aufwand. Dennoch lieferte der Forstbetrieb auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Jahren deutlich positive Ergebnisse ab.

Der Stiftsforstbetrieb Ilfeld

Auch der Stiftsforstbetrieb Ilfeld wurde in 2007 durch den Sturm "Kyrill" in erheblichem Maße heimgesucht; 14.000 Festmeter Sturmholz wurden aufgearbeitet. Der damit einhergehende außergewöhnlich hohe Umsatz von gut 700.000 Euro verringerte sich in den Folgejahren auch hier erheblich (2008: 430.000 Euro; 2009: 350.000 Euro). Die Jahresüberschüsse sanken ausgehend von den "Kyrill"-bedingt hohen 180.000 Euro (2007) auf 38.000 Euro (2008) und 50.000 Euro (2009). Mit der in den vergangenen Jahren eingeleiteten und konsequent fortgeführten Reduzierung der Fixkosten konnte der Stiftsforstbetrieb trotz erheblich verringertem Einschlag und infolge "Kyrill" erhöhtem Aufwand positive Ergebnisse erwirtschaften.

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Die Situation unmittelbar nach dem Sturm "Kyrill" im Betriebsteil Süd des Klosterkammerforstbetriebes
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Im Nordbereich des Klosterkammerforstbetriebes (KFB): Verladung von Kiefernstammholz in Überseecontainer zum Export nach Indien

Jugendfeuerwehr unterstützt Klosterrevierförsterei

Anlässlich des Tages des Umweltschutzes der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr e.V. im März 2009 führten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Groß Hehlen (Stadt Celle) auf Initiative Ihres Jugendfeuerwehrwartes Sven Garbode eine Umweltschutzaktion im Bereich der Klosterrevierförsterei Jägerei (Hustedt) durch. Dabei wurden die Jugendlichen in einem Alter von zehn bis sechzehn Jahren unter der Anleitung des Klosterrevierförsters Forstamtsrat Wulf Richter und des Forstwirtes Holger Göhlke vom Klosterforstamt Soltau beim Entkusseln von Heideflächen in einem Naturschutzgebiet eingesetzt. Das Entkusseln dient dazu, die Heidefläche von wildwachsenden Sträuchern und Bäumen, die sich unkontrolliert ausgebreitet haben, zu befreien. Wird diese nachhaltige Pflege nicht regelmäßig durchgeführt, drohen Heideflächen zu verkümmern.

Mit Astscheren entfernten die Jugendlichen zunächst auf einem breiten Heidestreifen wildwachsende Traubenkirschen; größere Bäume wurden von den Betreuern und den Mitarbeitern der Klosterrevierförsterei gefällt. Das abgeschnittene Gehölz wurde in den angrenzenden Wäldern verteilt, wo es in den nächsten Jahren verrotten kann. Danach ging es in die Heidefläche Salinenmoor. Dort wurden Kiefern, die sich in der Heidefläche bereits stark vermehrt hatten, gefällt. Neben größeren Bäumen wurden auch Sprösslinge entfernt, damit es zu keinem weiteren Kiefernbewuchs auf der Heidefläche kommt. Nun liegt es an der Natur, die freigewordenen Flächen mit neuer Heide zu besiedeln!

Nach einem anstrengenden, aber erfolgreichen Tag verabschiedete sich die Jugendfeuerwehr von den Klosterforstleuten mit dem guten Gewissen, etwas Nachhaltiges für den Umweltschutz getan zu haben.

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Mitglieder der Jugendfeuerwehr Groß Hehlen bei ihrem Einsatz im Bereich der Klosterrevierförsterei Jägerei am "Tag des Umweltschutzes"; 1.v.r.: Jugendfeuerwehrwart Sven Garbode; 2.v.r.: Forstwirt Holger Göhlke, Klosterforstamt Soltau; 1.v.l.: Forstamtsrat Wulf Richter, Klosterrevierförsterei Jägerei

Weitere Bilder von der Umweltschutzaktion im Bereich der Klosterrevierförsterei Jägerei

Klosterkammerforstbetrieb und Winser Heimatverein auf historischen Spuren

Am 23. Februar 2007 übergab das Klosterforstamt Soltau 50 Festmeter Kiefernstammholz für ein Projekt, bei dem Holz nach historischem Vorbild per Wasserweg transportiert werden soll. Die Kiefernstämme waren zuvor von der Arbeitsgemeinschaft "Flößerei" im Winser Heimatverein (WHV) mit der Schrotsäge nach alter Väter Sitte gefällt worden. Schüler aus Winsen, von denen sich einige die Anstrengung der Handarbeit beim Schälen der Bäume nicht ansehen lassen wollten, erlebten die Natur und ihre Nutzung hautnah. - Jugendarbeit und Ehrenamt werden im WHV nicht erst aufgrund der Förderung durch die Klosterkammer Hannover groß geschrieben. - Pferde rückten für alle Teilnehmer anschaulich die Stämme, die mit Hebeladen auf Pferdefuhrwerke verladen wurden. Diese erste Etappe der mühevollen Handarbeit beim Floßbau feierten Jung und Alt, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Karl-Heinrich Langspecht, der Grüße des Ministerpräsidenten überbrachte, der Bürgermeister von Winsen, Wilfried Hemme, Roland Winkel, Rektor der Hauptschule Winsen, Sandra Steinhoff-Schäfer, Konrektorin der Grundschule Winsen, Jochen Köhler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Flößer im WHV, und der Leiter des Klosterforstamtes Soltau, Constantin v. Waldthausen.

Am Sonntag, dem 3. Juni 2007, um 13.00 Uhr brach das für den Holztransport fachmännisch zusammengebundene Floß auf seine große Fahrt von Winsen/Aller nach Bremen auf. Alle Helfer fieberten diesem Tag entgegen, für den Ministerpräsident Christian Wulff die Schirmherrschaft übernommen hatte.

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Arbeitspause am Lagerfeuer – Schüler bei der Baumfällaktion der Arbeitsgemeinschaft „Winser Flößer“ für den Bau eines Floßes zur Fahrt auf der Aller von Winsen nach Bremen

Holzhauer mit Schrotsäge – die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Winser Flößer“ ernten das Holz wie vor hundert Jahren.
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