29.10.2012

100.000 Euro für Turmsanierung

Klosterkammer-Präsident besucht St. Jacobi-Kirchengemeinde in Göttingen

Symbolische Scheckübergabe: Heidrun Böttger, Hans-Christian Biallas und Harald Storz vor der St. Jacobikirche in Göttingen (von links).
Foto: Klosterkammer/Kristina Weidelhofer

Offene Fugen, Absandungen und gelöste Gesimsplatten: Die Zeichen der Zeit sind am Turm der Göttinger St. Jacobi-Kirche nicht spurlos vorüber gegangen. "Die letzte umfangreiche Sanierung des im 15. Jahrhundert erbauten Turms wurde in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts vorgenommen", sagt Oberkirchenrätin Heidrun Böttger, im Landeskirchenamt Hannover zuständig für Bauangelegenheiten. Da noch 80 Prozent der im Turm verbauten Sandsteine aus dem Mittelalter stammen, wird dieser aufwändig saniert. Am 29. Oktober 2012 besuchte Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas die St. Jacobi-Kirchengemeinde um dort persönlich 100.000 Euro aus Stiftungsmitteln der Klosterkammer Hannover zu übergeben. Pastor Harald Storz nahm im Beisein von Heidrun Böttger den symbolischen Scheck entgegen.

Anschließend ging es mit Diplom-Ingenieur Heino Ester, Amt für Bau- und Kunstpflege Hildesheim, hoch hinaus: Mit einem am Turm angebrachten Fahrstuhl erläuterte er über den Dächern Göttingens die umfassenden Baumaßnahmen. Die St. Jacobikirche Göttingen wird seit 2009 in mehreren Bauabschnitten aufwändig instand gesetzt und restauriert. Die Gesamtkosten hierfür liegen bei 4,3 Millionen Euro. Im Jahr 2012 investierte die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover mit Unterstützung mehrerer Sponsoren 700.000 Euro. Ein Ende der umfassenden Baumaßnahme ist in Sicht: 2014 sollen die Arbeiten an der St. Jacobi-Kirche beendet werden.