26.11.2012

Klostergrund: Grundstückskauf soll möglich werden

Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke und Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas prüfen gemeinsame Vermarktung des Baugebietes

Mehr Flexibilität und Partnerschaft: Hans-Christian Biallas und Christoph Meineke vor dem Baugebiet Klostergrund in Wennigsen (links).
Foto: Klosterkammer/Kristina Weidelhofer

Startschuss zu Verhandlungen in Sachen Klostergrund: Bürgermeister Christoph Meineke und Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas werden ab sofort prüfen, in welcher Weise eine Kooperation bei der Bebauung des neuen Wennigser Baugebietes möglich ist.

Auf dem rund sieben Hektar großen Areal soll Platz für rund siebzig Ein - und Mehrfamilienhäuser entstehen. Der Grund und Boden gehört der Klosterkammer - noch. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat bestätigt. Die Klosterkammer darf nun aus strategischen Gründen zusammenhängende Flächen beispielsweise an Kommunen verkaufen. Momentan schwebt den beiden Verhandlungspartnern ein Modell vor, das sowohl Grundstückskäufe als auch Erbpacht im Klostergrund zulassen soll. "Der Rat der Gemeinde Wennigsen Ratsfraktionen wird erkennen, dass ich Wort gehalten habe", unterstrich Hans-Christian Biallas.

Vor genau einem Jahr hatte der Klosterkammer-Präsident bei einer Wennigser Ratssitzung deutlich gemacht, innerhalb einer 12-Monats-Frist nach neuen Lösungen zu suchen. "Mich freut das klare Signal vonseiten der Klosterkammer, im neuen Baugebiet Grundstückskäufe zuzulassen. Das ist der Auftakt einer neuen Beziehung zwischen Gemeinde und Klosterkammer", sagte Christoph Meineke.

Allerdings werde es voraussichtlich nicht in den bereits verpachteten Baugebieten zu Verkäufen kommen. Momentan prüft die Klosterkammer intern, in welchen Fällen ein strategisches Interesse vorliegt. "Diese Prüfung wird einige Zeit beanspruchen. Unsere Liegenschaftsabteilung ist mit Nachdruck neben dem Tagessgeschäft dabei, diese Aufgabe zu bewältigen. Bei einer Anzahl von 16.500 Erbpachtgrundstücken wird dies aber noch einige Monate in Anspruch nehmen", so der Klosterkammer-Präsident.

Es gibt einige wenige Kommunen die mit Erbbaurecht soziale Maßnahmen fördern, damit bedürftige Bürger zu einem Eigenheim kommen. Bei der Klosterkammer gilt das nicht. "Wir machen keine Wohnungspolitik. Die Grundstücke sind nach Regeln zu vergeben, die die Landeshaushaltsordnung uns vorschreibt. Wir sind verpflichtet, das in den Stiftungen enthaltene Kapital zu erhalten und zu mehren", sagt Hans-Christian Biallas. Allerdings fördert die Klosterkammer mit den Erträgen aus ihren Stiftungen soziale Projekte, kirchliche Zwecke sowie Bildung und Schule.