Ursprünge und Aktuelles

Die Viktoria-Luise-Stiftung existiert seit 1912, der Name verweist vermutlich auf Prinzessin Viktoria Luise von Preußen. Heute fördert die selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind.

Drei Männer und zwei Frauen stehen vor einem Gemälde und halten eine Schrift zur 100-jährigen Geschichte der Viktoria-Luise-Stiftung in den Händen.

Für die Viktoria-Luise-Stiftung engagiert (v. l.): Autor Hilmar Demuth, Marion Dold, Schatzmeisterin, Vorstandvorsitzender Hans-Christian Biallas, Katja Hennig, für die Bauunterhaltung zuständig, und Christian Pietsch, der die Jubiläumsschrift als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit der Klosterkammer betreut hat. Foto: Klosterkammer/Lina Hatscher

Über die Gründung der Viktoria-Luise-Stiftung im Jahr 1912 ist wenig bekannt. Der Name kann als Hinweis auf die Prinzessin Viktoria Luise von Preußen, Herzogin von Braunschweig und Prinzessin von Hannover, gedeutet werden. Der königliche Kommerzialrat Emil L. Meyer aus Hannover wollte als Spender des ursprünglichen Stiftungskapitals von 150.000 Mark nicht genannt werden. Zweck der Stiftung war laut Gründungssatzung der Ankauf und Betrieb einer Heilanstalt in Bad Rehburg für erholungsbedürftige Beamte und deren Angehörige.

Der Betrieb des Sanatoriums erwies sich insbesondere nach Ende des Zweiten Weltkriegs als schwierig und wurde 1969 eingestellt. Das ehemalige Sanatoriums-Gebäude wurde verkauft und mit dem Erlös sind andere Immobilen angeschafft worden, um Mittel zu erwirtschaften. Ein Beispiel aus jüngster Zeit ist in Wolfsburg zu finden: Im Jahr 2014 hat die Viktoria-Luise-Stiftung gemeinsam mit dem Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds in ein Studentenwohnheim in Wolfsburg investiert, das im März 2015 eingeweiht worden ist.

Der Stiftungszweck der Viktoria-Luise-Stiftung wurde 1974 neu gefasst. Seitdem werden mit den Stiftungsmitteln bedürftige Personen unterstützt. Mit der inhaltlichen Neuausrichtung ging auch eine andere Gremienbesetzung einher. Vorstandsvorsitzender war der jeweilige Regierungspräsident des Regierungsbezirks Hannover, weitere Mitglieder kamen aus dem Regierungspräsidium sowie aus Verwaltungen auf Landesebene. Seit der Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen 2004 hat der jeweilige Präsident oder die Präsidentin der Klosterkammer den Stiftungsvorsitz inne.

Weitere Ausführungen zur Historie sind zu finden in der Broschüre „Viktoria-Luise-Stiftung – Einhundert Jahre Dienst am Menschen“.

Drei Frauen und drei Männer stehen vor einem hohen Bücherregal.

Der Vorstand der Viktoria-Luise-Stiftung trifft sich zweimal jährlich im Dienstgebäude der Klosterkammer. Foto: Klosterkammer/Lina Hatscher

Aktuelle Situation

Die Viktoria-Luise-Stiftung ist eine selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts. Derzeit stehen jährlich rund 25.000 Euro für Zuwendungen zur Verfügung. Den Vorstand erreichen jährlich bis zu 80 Anträge. Grundsätzlich richtet sich die Höhe der Zuwendung nach dem jeweiligen Bedarf.

Das für die Förder-Entscheidungen zuständige Gremium besteht derzeit aus: Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas als Vorsitzendem, den Klosterkammer-Mitarbeiterinnen Paola Castner-Weihe aus der Abteilung Förderungen als stellvertretende Vorsitzende, Rebecka Feldmann aus dem Rechnungswesen als Schatzmeisterin, Katja Hennig aus der Abteilung für Bau- und Kunstpflege als Beisitzerin und Dirk Kühtz aus dem Controlling. Des Weiteren ist Andreas Rieger aus dem Fachbereich Soziales der Stadt Hannover Beisitzer.

Vorstandssitzungen finden zweimal jährlich jeweils im Frühjahr und Winter im Dienstgebäude der Klosterkammer Hannover statt. In den Sitzungen wird über die Anträge entschieden. In Notfällen werden Anträge auch zeitnah zwischen den Terminen bearbeitet.

Haben Sie Fragen zu einer Förderung der Viktoria-Luise-Stiftung?

Dann wenden Sie sich bitte an:

Paola Castner-Weihe
Telefon: +49 511 34826-105 (erreichbar montags, dienstags und donnerstags 9 bis 12 Uhr)
Fax: +49 511 34826-299
E-Mail: paola.castner(at)klosterkammer.de