Projekte Bau- & Kunstpflege

Hier finden Sie eine Auswahl von Dokumentationen zu abgeschlossenen Projekten der Abteilung für Bau- und Kunstpflege. Weitere Projekte aus den vergangenen Jahren, finden Sie in unserem Archiv.

Sanierung der Friedhofskapelle Wennigsen

Zeitraum: 2017
Kosten: rund 125.000 Euro
Umfang: Neugestaltung von Optik und Technik des Innenraums
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Entwurf und Planung Katja Hennig, Bauleiter Mathias Riethmüller, Abteilung für Bau- und Kunstpflege

Der Innenraum des schlichten, eingeschossigen Baus aus dem Jahr 1961 bot nicht mehr die gewünschte Atmosphäre für einen Abschied. Er wurde optisch „aufgeräumt“, durch die Öffnung des Dachraumes über dem Anbau erhalten die Musiker auf der neuen Empore einen geeigneten Platz.

Das hölzerne Tragwerk wurde partiell mit sechs auf dem Ringbalken aufliegenden Balken ergänzt. Zwischen die Balken sind Heizstrahler zur temporären Aufheizung des Raumes bezüglich Höhe und Abstrahlwinkel optimal platziert. Der Raum bekommt in der Kombination von neuer Technik, Licht und Farbgestaltung ein verändertes, modernes Gesicht, ohne seine Herkunft zu verleugnen.


Neubau einer Maschinenhalle am Klostergut Wiebrechtshausen

Zeitraum: 2016
Kosten: rund 285.000 Euro, getragen von der KWS Saat SE als Pächter des Klostergutes
Umfang: Neubau einer nach vorne offenen Hallenkonstruktion
Zuständige: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Entwurf und Planung Katja Hennig, Abteilung für Bau- und Kunstpflege, Bauleitung von der Bauabteilung der KWS Saat SE

In Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege wurde 2015 das stark baufällige Inspektorenhaus auf dem Gelände des Klostergutes Wiebrechtshausen abgerissen. Für die ehemals kleinteilige Wohnnutzung konnte in dem modernen landwirtschaftlichen Betrieb keine Nutzungsperspektiven entwickelt werden. Zudem war das Gebäude stark durch Hausschwamm geschädigt.

Durch den Neubau der Maschinenhalle, der sich in seinen Abmessungen an dem alten Gebäude orientiert, wurde das Hofensemble wieder geschlossen. Gestaltungsmerkmale der umliegenden Gebäude wie Gauben und Dachneigung wurden aufgenommen und die alten Ziegel wiederverwendet. Heute bietet die stützenfreie Konstruktion mit 10 Metern Tiefe und 48 Metern Breite eine Unterstellmöglichkeit für die immer größeren Landmaschinen.


Einbau eines multifunktionalen Windfangs in der Kirche Nikolausberg

Zeitraum: 2016
Kosten: rund 14.500 Euro
Umfang: Neugestaltung eines Eingangsbereiches im Kircheninneren
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Entwurf und Planung Katja Hennig, Bauleiter Arno Braukmüller, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Die abgängige Konstruktion mit schwerem Vorhangstoff am Nordeingang sollte durch einen gläsernen Windfang ersetzt werden, damit auch zukünftig Zugerscheinungen in der Kirche vermieden werden können. Die selbsttragende Konstruktion führt die vorhandene Türöffnung mit Korbbogen in der Farbigkeit der Fensterleibungen fort. In die Seitenteile sind Prospekt- und Gesangbuchablagen integriert, sodass der Eingangsbereich aufgeräumt und klar erscheint.


Modernisierung und Sanierung im Klosterrentamt Osnabrück

Zeitraum: 2016/2017
Kosten: rund 125.000 Euro
Umfang: Renovierung von Büroräumen sowie Grundinstandsetzung einer Wohnung
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernentin Christina Lippert, Bauleitung Henrik Boldt, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Im Klosterrentamt Osnabrück, erbaut 1910, befinden sich die Verwaltungsräume des örtlichen Rentamtes der Klosterkammer sowie drei Mietwohnungen. Im Rahmen einer Baumaßnahme wurden 2016 zwei Büroräume des Rentamtes renoviert und die Erdgeschosswohnung mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche grundinstand gesetzt.

Der Standard der Wohnung entsprach zuvor noch dem der 1960er-Jahre. So war es erforderlich, die haustechnischen Anlagen und das Bad komplett zu erneuern. Aus energetischen Gründen wurden zudem die Fenster und Terrassentüren ausgetauscht. Die Aufteilung der Fenster und Türen folgt wieder dem historischen Vorbild. Über eine neu errichtete Stahltreppe gelangen die Mieter direkt in den zur Wohnung gehörenden Gartenanteil.

Den Abschluss finden die Arbeiten im Klosterrentamt Osnabrück 2017 mit der Überarbeitung der Außenanlagen und der Erneuerung der Eingangstreppe


Instandsetzung einer Natursteinmauer auf dem Gelände des Stiftes Obernkirchen

Zeitraum: 2016
Kosten: rund 100.000 Euro
Umfang: Teilweise Neuaufbau, teilweise Sanierung der Sandsteinmauer
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Bauleitung Reiner Dittmann, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Wo früher einmal die Hühner der Landfrauenschule scharrten, befindet sich heute, östlich an das Stiftsgelände angrenzend, der La-Flèche-Park. Dessen Gelände wird nach Süden von einer etwa 120 Meter langen Mauer aus Obernkirchner Sandstein zur Straße hin begrenzt. Diese trägt bezeichnenderweise den Namen „An der Stiftsmauer“. Die Mauer ist im Mittel 80 Zentimeter breit und rund 1,65 Meter hoch. Sie war in Teilbereichen umgestürzt und musste vollständig neu aufgebaut werden. Andere Abschnitte konnten weniger aufwändig repariert und neu verfugt werden.


Mauer-Instandsetzung auf dem Gelände des Klosters Mariensee

Zeitraum: 2016
Kosten: rund 55.000 Euro
Umfang: Instandsetzung der 56 Meter langen Ziegelmauer
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Bauleitung Reiner Dittmann, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Das Gelände des Klosters Mariensee wird im Osten durch eine insgesamt 56 Meter lange und zwei Meter hohe Ziegelmauer begrenzt. Sie stellt dort den Abschluss in Richtung Straße dar und ist für das dörfliche Ortsbild prägend. Durch einen sehr alten, massiven Efeubewuchs war die Mauer in vielen Abschnitten schadhaft, ein Teil war bereits eingestürzt. Zunächst mussten die Steine abgetragen und die Fundamente einem Abschnitt erneuert werden. Mit zumeist alten Steinen wurde die Mauer dann neu aufgebaut. Als Mauerkrone bilden Sandsteinplatten den oberen Abschluss.


Neugestaltung der Pforte des Klosters Wülfinghausen

Bauzeitraum: 2016
Kosten: rund 95.000 Euro
Umfang: neue Aufteilung der Räume und Sanierung von Empfangs- und Besprechungsraum, Lager und Gesprächszimmer
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Bauleiter Mathias Riethmüller, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Die Pforte des Klosters Wülfinghausen im nördlichen Eingangsbereich ist neu geordnet worden, um mehr Raum für interessierte Besucher zu schaffen. Deckenabhängungen und Raumtrennungen wurden zurückgebaut, Technik und Elektronik erneuert und teils ausgelagert. Durch zwei neue Glas- und Türenelemente gelangt nun Tageslicht in den ehemals dunklen Flur. Die Innenraumgestaltung ist zurückhaltend und verleiht dem Empfangsbereich eine moderne Atmosphäre im historischen Kontext.


Einbau einer Werkstatt auf dem Gelände des Klosters Lüne

Zeitraum: 2016
Kosten: rund 30.000 Euro
Umfang: Einbau einer Werkstatt in der Remise
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernentin Christina Lippert, Entwurf Katja Hennig, Bauleitung Reinhard Benhöfer, Abteilung Bau- und Kunstpflege

In der Remise auf dem Gelände des Klosters Lüne sollte für die Hausmeister des Klosters eine Werkstatt eingerichtet werden. Ohne in das äußere Erscheinungsbild wesentlich einzugreifen, sind für kleinere Reparaturarbeiten wetterfeste, temperierte Arbeitsplätze entstanden: In die reparierte Gebäudehülle mit ihren prägnanten großen Holztoren wurde eine Werkstattbox „eingestellt“. Die frühere Nutzung als Unterstellplatz für Fuhrwerke ist nach dem Einbau noch immer gut ablesbar. Zur natürlichen Belichtung der Arbeitsplätze können die alten Tore geöffnet werden. Vorgenommene Geländemodellierungen auf der Gartenseite des Gebäudes ermöglichen nun eine bessere Ableitung von Niederschlagswasser.


Umbau Pastorenwohnung, Seminar- und Konferenzbereich im Kloster Wülfinghausen

Zeitraum: 2015
Kosten: rund 135.000 Euro
Umfang: Umbau und Neuordnung einer ehemaligen Pastorenwohnung
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Bauleiter Mathias Riethmüller, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Eine großzügige Wohnung mit 100 Quadratmetern im Obergeschoss des Ostflügels ist renoviert und neu aufgeteilt worden. Neben einer neu gestalteten Zwei-Zimmerwohnung mit gut 51 Quadratmetern entstanden ein Seminarraum für 15 Personen, ein Besprechungszimmer samt Teeküche und WC. Außerdem wurde die Haustechnik vollständig saniert. Gestaltet wurden die Räume mit Holzdienen und Linoleum sowie Lehm- und Kalkfarbe für die Wandoberflächen in hellen Farbtönen. Das Farbkonzept basiert auf historischen Befunden.


Sanierung des Innenraums der Klosterkirche Ebstorf

Zeitraum: 2014/2015
Kosten: insgesamt rund 895.000 Euro, Anteil Klosterkammer 705.000 Euro
Umfang: Sanierung des Innenraums inklusive Heizungsanlage und Elektrik
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernentin Christina Lippert, Bauleiter Reinhard Benhöfer, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Die Kirche des Klosters Ebstorf im gotischen Stil des 14. Jahrhunderts bedurfte einer grundlegenden Sanierung: Ein neues Konzept zur Anordnung der Bänke schaffte 600 Sitzplätze mit mehr Bewegungsfreiheit als zuvor. Fußböden, die Heizungsanlage und Elektrik wurden komplett erneuert sowie Ruß und Verschmutzungen entfernt. Ein maßgefertiges Raumgerüst war für die Arbeiten an Wänden, Decken und Fenstern notwendig.


Restaurierung von Kunstgegenständen aus der Klosterkirche Ebstorf

Zeitraum: 2014/2015
Kosten: rund 120.000 Euro
Umfang: Sicherung von Fundstücken, Konservierung der Bleiverglasung, Restaurierung einzelner Kunstwerke
Zuständige der Klosterkammer: Leiter Hans-Joachim Frey, Restauratorin Corinna Lohse, Restaurierungswerkstatt

Während der Sanierung der Klosterkirche Ebstorf traten einige Kunstwerke unerwartet zutage: Ein Andachtsbild auf Pergament, eine Holzfigur und eine steinerne Grabplatte. Diese und weitere Werke sind von Schmutz befreit, untersucht und eingelagert worden. Wegen des umfangreichen Gerüstes im Innenraum konnte die Bleiverglasung der Fenster konserviert werden. Restauriert wurden insbesondere die Kanzel, das Taufbecken, ein Kronleuchter sowie der Altar.


Restaurierung wertvoller Textilien aus dem Kloster Ebstorf

Zeitraum: 2015
Kosten: Eigenleistung Textilrestauratorinnen
Umfang: Restaurierung der Mauritiusfahne und eines Fragments eines Astkreuzes
Zuständige der Klosterkammer: Textilrestauratorinnen Wiebke Haase und Tanja Weißgraf, Textilrestaurierungswerkstatt im Kloster Lüne

Mauritiusfahne: Die Fahne kam in einem völlig fragmentierten und durch verschiedene Restaurierungen geschädigten Zustand in die Textilwerkstatt. Da herkömmliche Sicherungsmethoden hier nicht mehr angewendet werden konnten, setzten die beiden Textilrestauratorinnen der Klosterkammer experimentell die Methode des partiellen Färbens unter Einsatz von Seidentüll und synthetischen Farbpasten ein. Im Vorfeld mussten zahllose Fragmente sortiert, ausgerichtet und die Malschicht geglättet werden.

Fragment eines Astkreuzes: Im Rahmen der großen Bauarbeiten in der Ebstorfer Klosterkirche wurden viele Säcke Schutt aus den Hohlräumen des Chorgestühls geborgen. Diese wurde gesiebt und enthielten eine Vielzahl von Fundstücken. Dazu gehören Textilfunde, die vorwiegend mittelalterlich sind, etwa wertvolle Stickereien und textiles Zubehör. Ein Beispiel ist das Fragment eines Astkreuzes und der dazugehörige Kopf, die beide aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammen. Das Fragment gehörte zum bereits inventarisierten Bestand des Klosters, der Kopf fand sich im Schutt und konnte nun zugeordnet werden.