13.03.2026

Übers Sterben reden

Klosterkammer-Präsidentin war zu Gast beim HAZ-Forum in Hildesheim

Sieben Personen sitzen im Halbkreis auf einer Bühne.

Auf dem Podium im thim (v.l.): Jana Hintz, Andrea Zimmermann, Dr. Stefan Krok, Dr. Thela Wernstedt, Andreas Bentrup und Jan Fuhrhop. Foto: Hildesheimer Allgemeine Zeitung/Clemens Heidrich

Unter dem Titel „Zeit, übers Sterben zu reden“ fand am 5. März 2026 eine Podiumsdiskussion im Hildesheimer Theater im Malsaal (thim) statt. Anlass war die Eröffnung des ersten stationären Hospizes in der Stadt rund ein Jahr zuvor.

Neben Dr. Thela Wernstedt, Präsidentin der Klosterkammer, saßen der Hildesheimer Hausarzt Dr. Stefan Krok, die Leiterin des Michaelis Hospiz, Andrea Zimmermann, sowie der Schauspieler und Klinikclown Andreas Bentrup auf dem Podium. Rund 150 Besucherinnen und Besucher folgten dem von Jana Hintz, stellvertretende Leiterin der HAZ-Lokalredaktion in Hildesheim, und Jan Fuhrhop, Mitglied der HAZ-Chefredaktion, moderierten Gespräch.

Bevor Dr. Thela Wernstedt 2023 Klosterkammer-Präsidentin wurde, hat sie von 2004 bis 2013 als Oberärztin für Palliativmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gearbeitet. Sie baute dort eine Palliativstation auf und leitete diese ab 2008. Zudem hat sie zum Thema Sterbehilfe in Europa promoviert. Die Klosterkammer Hannover fördert mit mehr als drei Millionen Euro pro Jahr Projekte in weiten Teilen Niedersachsens – das Michaelis Hospiz hat Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro erhalten.

Eine Frau und zwei Männer sitzen auf einer Bühne, die Frau spricht.

Klosterkammer-Präsidentin Dr. Thela Wernstedt berichtete aus ihren Erfahrungen als Palliativmedizinerin. Foto: Hildesheimer Allgemeine Zeitung/Clemens Heidrich

Hospiz-Leiterin Andrea Zimmermann berichtete aus den Erfahrungen des ersten Jahres und wie die Personen, welche im Hospiz aufgenommen werden, ausgesucht werden. Meist würden Betroffene aus Familien mit kleinen Kindern bevorzugt. Dr. Stefan Krok ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Geriatrie und Palliativmedizin. Seit 14 Jahren ist er zudem leitender Arzt der ambulanten Palliativversorgung (SAPV) Hildesheim. Er berichtete, wie schwierig es sei, dem Bedarf gerecht zu werden. Bis zu 20 Menschen stünden in der Regel auf der Warteliste für eine Versorgung durch das Palliativ-Team. Einen humorvollen Blick auf das Thema bracht Andreas Bentrup ein. Der Schauspieler und Klinikclown tritt mit seinem Soloprogramm „Sterben lernen“ auf. Er ist zudem Theaterpädagoge und fachlicher Leiter für die Humorworkshops der Stiftung „Humor hilft heilen“. (lah)