06.10.2022

Führungen und Vorträge am Tag der Stiftungen

Die Klosterkammer bot interessierten Gästen einen Blick hinter die Kulissen

Rita Hoheisel (rechts), Leiterin der Abteilung Bau- und Kunstpflege, führte Gäste durch das Dienstgebäude. Foto: Harald Koch

Der Dienstsitz in Hannovers Oststadt ist für viele Passanten schon von außen ein prächtiger Anblick. Am Tag der Stiftungen erläuterten Rita Hoheisel, Leiterin der Abteilung Bau- und Kunstpflege, und zwei Mitarbeiter die wechselvolle Geschichte des rund 150-jährigen Gebäudes und luden unter anderem zum Blick in den ehemaligen Tresorraum der Klosterkammer und in das Präsidentenbüro ein.

Das Herzstück der Klosterkammer, Dienstsitz von 80 der insgesamt rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist im Erdgeschoss in der Eichstraße 4 zu finden: die Restaurierungswerkstatt. Hier sind Corinna Lohse und ihr Team mit dem Erhalt und der Pflege von bedeutenden Kunstgegenständen beschäftigt.

Beim Blick hinter die Kulissen konnten die Gäste unter anderem das Labor der Werkstatt mit Johannes Mädebach erkunden und Restauratorin Christiane Adolf erläuterte die Konservierungsmaßnahmen zur Sicherung der gelockerten Malschicht an einer spätgotischen Tafelmalerei aus dem Kloster Wienhausen. Die aus mehreren Brettern zusammengesetzte Eichenholztafel wurde 1981 wiederentdeckt, liegt nun zur Bearbeitung in der Werkstatt und soll nach erfolgreicher Konservierung in die Neukonzeption des Wienhäuser Museums eingebunden werden.

Mitarbeiterin der Klosterkammer erklärt ihre Arbeit in der Werkstatt

Mitarbeiterin Christiane Adolf (Mitte) erläutert die Arbeiten an einer Tafelmalerei. Foto: Harald Koch

Auch die Vorträge über die Klosterkammer fanden Anklang. Hier konnten die Gäste Fragen zur aktuellen Arbeit der Behörde stellen und mehr über ihren historischen Hintergrund erfahren. Der nächste „Blick hinter die Kulissen“ wird für das kommende Jahr geplant und über die Website der Klosterkammer angekündigt. (sl)

Mitarbeiter der Klosterkammer zeigt auf einen Computerbildschirm im Labor der Klosterkammer

Restaurator Johannes Mädebach (rechts) zeigt eine mikroskopische Untersuchung am Computerbildschirm. Foto: Harald Koch