14.08.2026
Zwei Waldbrände an einem Tag
Klosterforsten rufen zu besonderer Vorsicht im Wald auf
Übung zur Brandbekämpfung: 2024 übten Feuerwehren im Wald bei Celle das Löschen im Wald. Foto: Lina Hatscher, Klosterkammer
Am 9. August 2026 hat es in zwei Revieren der Klosterforsten gebrannt: Die beiden kleineren Waldbrände wurden frühzeitig entdeckt und gelöscht, bevor sie sich auf größere Waldflächen ausbreiten konnten.
Einer der Waldbrände ereignete sich nahe Unterlüß in der Klosterrevierförsterei Niebeck. Dort waren etwa 3.500 Quadratmeter Kulturfläche betroffen. Wenige Stunden später wurde ein weiterer Brand bei Hützel in der Klosterrevierförsterei Luhetal gemeldet. Dort brannte eine Fläche von ungefähr 20.000 Quadratmetern.
„Für uns sind die zwei Waldbrände an einem Tag ein deutliches Warnsignal. Insbesondere bei anhaltend trockener Witterung können sich Feuer im Wald sehr schnell ausbreiten. Aufgrund des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte in beiden Fällen Schlimmeres verhindert werden. Wir sind den Einsatzkräften dafür sehr dankbar“, sagt Simon Lachmund, Dezernent der Klosterforsten.
Gelöschter Waldbrand im Revier Niebeck: Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr am 9. August 2026, konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Foto: Klosterforsten
Wer sich derzeit im Wald aufhält, muss insbesondere Folgendes beachten:
- Im Wald nicht rauchen und kein offenes Feuer entzünden.
- Keine Zigaretten oder andere glimmende Gegenstände wegwerfen.
- Waldwege nicht befahren und keine Fahrzeuge in der Nähe auf trockenem Gras oder leicht entzündbarem Untergrund abstellen.
- Zufahrten und Wege für Feuerwehr und Rettungskräfte freihalten.
- Rauch oder Feuer sofort der Feuerwehr melden, den Standort möglichst genau angeben und sich niemals selbst in Gefahr bringen.
Feuer und Glut können sich im Wald innerhalb kürzester Zeit ausbreiten. Was als Unachtsamkeit beginnt, kann Menschen und Tiere gefährden sowie erhebliche Schäden im Wald verursachen. Alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher sind aufgerufen, derzeit besondere Vorsicht walten zu lassen.
Der Forstbetrieb der Klosterkammer investiert in Waldbrandprävention, beispielsweise durch das Warten von Löschwasserzisternen und dem regelmäßigen Wiederherstellen von Brandschneisen im Wald, damit während eines Brandes das Übergreifen der Flammen von einem Waldabschnitt in den nächsten verhindert werden kann. 2024 haben die Klosterforsten 270 Hektar Fläche im Revier Miele bei Celle für eine länderübergreifende Großübung zur Brandbekämpfung im Wald mit 1.000 größtenteils ehrenamtlichen Einsatzkräften zur Verfügung gestellt und an der Übung teilgenommen. (lah)